Luise Reddemann: "Imagination als heilsame Kraft"
#16
Jup, so gings mir auch. Ich hab den Kram in der KJP kennengelernt und das war anfangs prinzipiell ne mittelschwere Katastrophe. ;) Da war ich sehr froh, dass immer n Betreuer die Übungen mit uns gemacht hat.

Inzwischen habe ich da mehr Sicherheit, auch wenn ichs wieder bissl mehr üben muss, aber es geht zumindest mit Höranleitung auch bei neuen Übungen ganz gut, ohne das was dazwischen kracht.

Wie gesagt, grad anfangs ist ne therapeutische Unterstützung ratsam und vorallem eine genaue parallele Anleitung, damit die Gedanken nicht zu schnell abschweifen.

*sucht überings immer noch nach Lichtstrom-Hörbeispiel* -.-
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#17
Hallo Buntspecht,

über die Imaginationen aus dem Buch haben ja schon viele viel Gutes gesagt... Mir ist noch was gekommen zu Deinem Bild bzw. Deiner Imagination mit der Grube: Bei Reddemann gibt es einige Imaginationen, wo man innere Helfer nutzen kann. Das kann z.B. ein Ratgeber/Weiser sein, oder auch Wesen, die Dir direkt helfen können. Vielleicht, wenn Du mal wieder bei dem Bild bist, dann könntest du schauen, ob Du so einen Helfer (oder mehrere) brauchen könntest und die Dir dann dazu-imaginieren. Es sollten keine noch lebenden Menschen sein, ansonsten ist alles "erlaubt".
Ich mache so Imaginationen auch oft allein, gibt nur ganz selten Probleme bei mir und bis jetzt waren die lösbar bzw. aufschiebbar bis zum Besprechen in der nächsten Therapiestunde. Da musst Du schauen was bei Dir geht...

Liebe Grüsse,
Karin
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#18
hallo,

es gibt auch Übungen, in denen man z.B. ein Kind aus einer schlimmen Situation mit Helfern rettet, ohne mit der traumatisierenden Situation konfrontiert zu sein. Also der Erwachsene bleibt bei dem sicheren Ort (das war glaub ich die erste Übung, die ich in der Therapie erlernt habe) und das Kind wird parallel dazu gerettet. Also ich finde die Übungen sehr gut, kann mich darauf gut einlassen (vermutlich typisch für Traumatisierende, Dissoziieren hilft ja dabei).

Das Gute an den Übungen ist ja, dass die von Traumatisierten kommen und wirklich helfen.

Fühle mich oft stabiler nach einer Therapiesitzung, wenn wir diese Übungen machen...auch belastende Sachen in den Tresor packen, bei Fragen das innere Team heranziehen, man fühlt sich dadurch nicht mehr so alleine.
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#19
also die erste Übung die ich erlernt habe - damit meine ich den sicheren Ort, so richtig ausfantasieren, das macht sogar Spaß.
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#20
Ich bewundere wirklich jeden, der mit der "sicherer Ort"übung zurecht kommt. Echt... bei mir haut das NULL hin, da kommt nix bei rum...

@milka
es gibt ne übung von wegen "innerer helfer", vielleicht lässt sich die umwurschteln bzw mit anderen kombinieren um dein szenario von wegen kind retten umzusetzen? ich würd da ja einfach versuchen, da selbst was zu schreiben (mit thera im schlepptau)
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#21
Kiwi schrieb:Ja, das ist schon Übungssache finde ich. Anfangs muss man sich fast zwingen, dabei zu bleiben, aber es lohnt sich auch, sich da durch zu beißen.

Ich habe die CD, finde die Übungen zwar sehr gut, aber komme mit der Stimme nicht klar leider... Da höre ich lieber "Innere Garten" von M.Huber an. :)


Genau, ich habe das selbe Problem, dass ich die Stimme und Sprechweise gar nicht aushalten kann. Buch geht, CD leider nicht. (Die CD ist aber auch dermaßen weit unter dem professionellen Standard produziert. Das verstehe ich gar nicht.)

Der Lebensgeist der Menschen ist so schwer zu läutern und so leicht zu verschmutzen wie eine Schale Wasser. (Lao Tse)


Zen-Weisheiten
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#22
kann mich nur anschließen. die stimme geht gar nicht. schade, denn die frau weiß, wovon sie schreibt.
ich glaub, die übungen, bei denen man getrennt von sich als helferin das kind in sicherheit bringt, gehört zum irrt. das ist der anfang für traumabearbeitung. wird bei mir grade versucht und ist sehr hilfreich, da man persönlich nix spürt. stufe 2 wird sicher schwieriger, wenn alle kinder in sicherheit sind muss man an die gefühle ran. glg
In der Psychologie heißt es, dass ein Kleinkind buchstäblich in Stücke fällt, wenn es nicht gehalten wird, und körperliche Fürsorge bedeutet in dieser Phase psychologische Fürsorge



der mensch ist im grunde ein wildes, entsetzliches tier. wir kennen es bloß im zustande der bändigung und zähmung, welcher zivilisation heißt, daher erschrecken uns gelegentlich die ausbrüche seiner natur. aber wo und wann einmal schloss und kette abfallen und anarchie eintritt, da zeigt sich, was er ist.
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