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		<title><![CDATA[traumaforum.ch - moderiertes Selbsthilfe-Forum - Mögliche Ursachen für PTBS]]></title>
		<link>https://www.traumaforum.ch/</link>
		<description><![CDATA[traumaforum.ch - moderiertes Selbsthilfe-Forum - https://www.traumaforum.ch]]></description>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 11:46:45 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Ritueller Missbrauch]]></title>
			<link>https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=204</link>
			<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 00:49:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.traumaforum.ch/member.php?action=profile&uid=0">Kerzenlicht</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=204</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Definition:</span><br />
<br />
<span style="color: #004000;" class="mycode_color">"Ritueller Mißbrauch ist schwerer sexueller, physischer und emotionaler Mißbrauch, der sich in einem Kontext ereignet, verbunden mit Symbolen oder Tätigkeiten, die den Anschein von Religiösität, Magie oder übernatürlichen Bedeutungen haben. Diese Tätigkeiten werden über längere Zeit wiederholt, um die Kinder in Angst zu versetzen, sie gewaltsam einzuschüchtern und um sie zu verwirren." (zitiert nach David Finkelhor: Nursery Crimes-Sexual Abuse in Day Care; in: Core, Dianne; Chasing Satan; London, 1991; S. 12).<br />
Diese Definition schließt neben Mißbrauch während Ritualen - also während kultischer Handlungen - auch ritualisierte Formen der Mißhandlungen ein, die nicht unbedingt eines ideologischen Ursprungs sein müssen.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ingesamt lassen sich drei unterschiedliche Ausprägungen differenzieren:</span><br />
<br />
    <span style="color: #004000;" class="mycode_color">* Kultischer Ritueller Mißbrauch<br />
    * Pseudo-ritueller ("ritualisierter") Mißbrauch<br />
    * Psychopathologischer Ritueller Mißbrauch</span><br />
<br />
<span style="color: #004000;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kultischer Ritueller Mißbrauch</span></span><br />
<br />
Der Mißbrauch / die Mißhandlung ist wesentlicher Bestandteil eines (hoch) organisierten Glaubenssystems. Sexueller Mißbrauch ist funktionalisiertes Mittel zum Zweck, beispielsweise der Magie. Deutlich wird dies in Formen der Sexualmagie; davon ausgehend, daß die Sexualität die größte Kraft des Menschen ist, soll diese während (sexual-) magischer Handlungen dienstbar gemacht werden um so die höchstmögliche Energie zu erfahren. Hierzu gehören nach Aleister Crowley (englischer Schwarzmagier und "Satanist", 1875-1947) alle Formen sexueller Aktivitäten. Die Verbindung von exzessiven sexuellen Gewalterfahrungen gekoppelt mit mystischen und magischen Erfahrungen trägt sehr stark zu einem Verlust des Egos bei und bestärkt den Gruppenzusammenhalt.<br />
<br />
<span style="color: #004000;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Pseudo-ritueller ("ritualisierter") Mißbrauch</span></span><br />
<br />
Der Mißbrauch / die Mißhandlung findet meist innerhalb eines mehr oder wenig stark organisierten kriminellen System statt; es gibt allerdings auch Berichte von Einzeltätern (vgl. der Prozeß gegen den "Vampir von Zirndorf" (Okt. / Nov. 1993 in Fürth). Häufig in diesem Bereich sind Pädophilie, (Kinder-) Prostitution und (Kinder-) Pornographie bis hin zu "Snuff-Videos" (Videos bei denen die Mißhandlung bis zum Tod des Opfers gefilmt wird). Diese Form des Mißbrauchs basiert auf keinem ideologischen Glaubenssystem. Kinder werden durch übernatürliche Kräfte (wie Geister, Monster, Batman u.ä.) bedroht. Kinder werden durch diese "Bilder" regelrecht terrorisiert; außerdem bewirken diese Bedrohungen, daß Offenbarungen von Kindern meist frühzeitig von HelferInnen als "Kindesphantasien" abgetan werden und diese Kinder erneut die Erfahrung machen, daß ihnen keiner hilft. Experten sprechen für diesen Bereich - im Unterschied zu <span style="color: #004000;" class="mycode_color">kultischem rituellem Missbrauch</span> - von einer stärkeren Zentrierung auf die Sexualität.<br />
<br />
<span style="color: #004000;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Psychopathologischer Ritueller Mißbrauch</span></span><br />
<br />
Der Mißbrauch / die Mißhandlung ist Teil eines Wahn- und Zwangssystems. Die Fachliteratur (siehe 8. Kommentierte Literaturempfehlungen) beschreibt diesen Teil als schwierig von Kultsystemen zu unterscheiden; Anhaltspunkt sei häufig das Auftreten von Einzeltätern und eine stärkere Zentrierung auf Sexualität, welche häufig mit massiven Perversionen gekoppelt ist.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründe für eine Differenzierung</span><br />
<br />
Diese sehr wissenschaftliche Differenzierung gilt es insbesondere unter dem Aspekt einer Bedrohung durch Täter bei Offenbarungen von Opfern / Überlebenden zu beachten und bei Ermittlungsverfahren zu berücksichtigen. Häufig sind Verknüpfungen mit traumatischen Erlebnissen bereits durch Täter codiert / einprogrammiert und können von außen (beispielsweise durch Zeichen) ausgelöst werden. Sehr diffizile Formen der Programmierung bedienen sich "normalen" Alltagserlebens - beispielsweise Gerüchen, welche basierend auf - auch unbewußte - Erinnerungen an traumatische Erfahrungen an einen Zwang zur Verschwiegenheit erinnern und das Verhalten bestimmen. Dieses System der "Mind Control" wird noch beschrieben werden.<br />
Außerdem gilt es zu unterscheiden, ob der Mißbrauch / die Mißhandlungen in institutionellen oder inzestösen Zusammenhängen oder gar in einer Kopplung aus beiden stattfindet. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Arten des Rituellen Mißbrauchs</span><br />
<br />
Ritueller Mißbrauch findet auf vielfältige Art und Weise statt. Hierbei lassen sich drei Ebenen unterscheiden:<br />
<br />
    * Psychologischer Mißbrauch<br />
    * Körperliche Mißhandlung<br />
    * Sexueller Mißbrauch<br />
<br />
Der Psychologische Mißbrauch erzeugt tiefe Furcht, Amnesien und Dissoziationen, welche sehr häufig mit "Freiwilligkeit" und Mittäteraspekten gekoppelt sind. Die körperliche Mißhandlung - häufig in Form extremer Folter - welche teilweise von außen nicht feststellbar (z.B. unter Wasser drücken bis zum beinahe-ertrinken) ist, führt zu einer weiteren Verschwiegenheit. Der sexuelle Mißbrauch als ein Teilaspekt Rituellen Mißbrauchs ist - meist von mehren Täter (häufig gleichzeitig) begangen - sadistisch und erniedrigend. Zusammengefaßt führen diese Formen zur totalen Dominanz über das Opfer und zur Bestimmung über sein Leben.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #004000;" class="mycode_color">Quelle: Dieser Text entstammt einem Aufsatz von Thorsten Becker und Patrick Felsner der auf der Website des Vereins S.P.ORG.-Consulting e.V. veröffentlicht wurde. Die weitergehenden Schilderungen von Handlungen werde durch Verwendung des Spoilers verdecken.</span></span><br />
<br />
<div class="spoiler">
			<div class="spoiler_title"><span class="spoiler_button" onclick="javascript: if(parentNode.parentNode.getElementsByTagName('div')[1].style.display == 'block'){ parentNode.parentNode.getElementsByTagName('div')[1].style.display = 'none'; this.innerHTML='Show Content'; } else { parentNode.parentNode.getElementsByTagName('div')[1].style.display = 'block'; this.innerHTML='Hide Content'; }">Show Content</span></div>
			<div class="spoiler_content" style="display: none;"><span class="spoiler_content_title"></span><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Beispiele der Terrorisierung</span><br />
<br />
Die im Folgenden benannten Beispiele der Terrorisierung von Opfern / Überlebenden Rituellen Mißbrauchs sind brutal, grausam und übersteigen meist die Grenze dessen, was sich im Rahmen "normaler" Vorstellungskraft ereignen kann. Die Realität derjenigen, die durch dieses Problem des Rituellen Mißbrauchs berührt sind - sowohl Opfer / Überlebende, als auch HelferInnen und Ermittler - ist von derartigen Schilderungen geprägt. Fern von jeglichem 'voyeuristischen Thrill' dienen die folgenden Beschreibungen dazu, zu verdeutlichen, was die Methodik eines Systems von Terror ausmacht, welches Opfer / Überlebende erleiden und welches die Anforderungen vor allem an HelferInnen dominiert.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Magische Operation</span><br />
<br />
Kinder werden über Süßigkeiten und Getränke betäubt. Wenn sie erwachen, merken sie, daß sie entweder mit Blut verschmiert sind oder häufig einen feinen Ritz in der Oberhaut über dem Brustbein oder zwischen den Augen haben. Ihnen wird dann suggeriert, dies seien die Beweise dafür, daß sie operiert worden sein. In dieser Operation sei ihnen ein Dämon, ein Monster, eine Bombe oder Tiere eingepflanzt worden, die falls sich das Kind irgend jemandem anvertrauen will, dieses qualvoll vernichtet. Häufige Anzeichen hierfür sind bei Gesprächen mit rituell mißbrauchten Kindern plötzlich auftretende Bauchschmerzen und Magenkrämpfe und Erzählungen über Steine im Bauch. Auch kürzlich entstandene Phobien vor bestimmten Tieren, beispielsweise Ameisen können erste Anzeichen hierfür sein.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die reale Familie</span><br />
<br />
Kindern wird während des Mißbrauchs / der Mißhandlung erzählt, ihre Eltern seien nicht die wirklichen Eltern, sondern der Kult sei die "wahre" Familie und es gebe kein Entrinnen. Verstärkt wird dies noch durch sich selbsterfüllende Prophezeiungen hinsichtlich des Verhaltens der Eltern, welche das Kind von der Richtigkeit dieser Aussage überzeugen. Bestärkt werden kann dies dadurch, wenn ein Angehöriger des Kindes Mitglied im Kult ist und sich zu einem für das Kind besonders bedrohlichen Anlaß - beispielsweise während eines Rituals - offenbart.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Folterungen</span><br />
<br />
Die Arten der Folterungen im Bereich des Rituellen Mißbrauchs sind vielfältig und teilweise sehr diffizil in ihrer Anwendung. Einige Foltermethoden, beispielsweise das Unter-Wasser-drücken oder auch Elektroschocks hinterlassen keine feststellbaren Spuren. Andere Foltermethoden, beispielsweise mit Kerzen, Wachs oder Fackeln hinterlassen Spuren, die sich beispielsweise als Sonnenbrand deuten lassen. Desweiteren werden extreme Formen berichtet. Hierzu gehören, daß Nadeln unter die Finger- bzw. Zehennägel geschoben werden, daß Kinder lebendig begraben werden (u.a. zum Zweck sensorischer Deprivation), daß sie an den Händen oder Füßen aufgehängt werden und teilweise in diesen Positionen (sexuell) mißhandelt werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Beteiligung von Tieren</span><br />
<br />
Sehr häufig werden Tiere, wie beispielsweise Spinnen, Schlangen und Hunde, zur Einschüchterung verwendet. Kaninchen, Katzen und Hunde und werden auf teilweise bestialische Weise geopfert, bzw. müssen von Kindern selbst getötet werden. Hunde und Schlangen werden auch für sexuelle Handlungen an Kindern benutzt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Benutzung menschliche Exkremente</span><br />
<br />
Die menschliche Exkremente wie Kot und Urin spielen ebenso wie Sperma und vor allem Blut eine wichtige Rolle während den Ritualen. Kinder werden damit beschmiert, bzw. müssen diese in Form eines "Cocktails" zu sich nehmen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verkleidungen</span><br />
<br />
Sehr häufig verkleiden sich Täter, um die Kinder einzuschüchtern. Einerseits können dies Verkleidungen als Teufel, Hexe oder Monster sein, um an den anerzogenen Angstvorstellungen der Kinder anzuknüpfen. Verkleidungen als Ärzte, Polizisten, Richter, Priester sollen dazu führen, daß das Vertrauen in diese Berufsgruppen erschüttert wird, um eine Offenbarung zu verhindern. Sehr häufig tragen die Täter Kutten mit Kapuzen, die mit rituellen Zeichen verziert sind.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tötungen</span><br />
<br />
Bei den Tötungen in den Ritualen ist das höchste Ziel, das Leiden des Opfers zu verlängern, um sich die Lebensenergie magisch nutzbar zu machen. Hierzu gehört beispielsweise das Häuten bei lebendigem Leib. Diese Form des Tötens wird sowohl bei Tier- als auch bei Menschenopfern (u.a. durch eine amerikanische Staatsanwältin) beschrieben. Ebenso kommt es zu Schächtungen, das heißt dem Ausblutenlassen des Opfers. Überlebende berichten davon, daß die Opfer hinterher gekocht und gegessen werden, das Fett von Babys wird für die Herstellung von Kerzen verwandt. Im Bereich der schwarzmagischen Literatur führt Aleister Crowley aus: "Für die höchste spirituelle Arbeit muß man dementsprechend das Opfer wählen, daß die größte und reinste Kraft in sich birgt. Ein männliches Kind von vollkommener Unschuld und hoher Intelligenz ist das befriedigendste und geeignetste Opfer." (Aleister Crowley, Magie in Theorie und Praxis, II. Teil; Zürich, 1982; S.257).<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mittäteraspekte</span><br />
<br />
Häufig werden Opfer Rituellen Mißbrauchs dazu gezwungen, selber zu mißbrauchen oder zu mißhandeln oder strafbare Handlungen innerhalb und außerhalb des Kultes zu begehen. Diese Mittäterschaft erfüllt zwei Funktionen. Einerseits werden diese Taten in der Regel beobachtet oder gar gefilmt und dienen dem Kult dazu, über den Weg der direkten Erpressung Druck auf den Handelnden auszuüben. Andererseits werden diese Taten im Rahmen von Mind Control-Techniken benutzt, um Schuldgefühle zu implantieren, die ein Gefühl der Ausweglosigkeit verstärken.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das "Hochzeitsritual"</span><br />
<br />
Das "Hochzeitsritual" findet zwischen dem Opfer und einem Mitglied des Kultes - welcher auch stellvertretend für Satan stehen kann - statt. Das Opfer wird hiermit im Rahmen einer zeremoniellen Handlung, eines Rituals, an die Gruppierung gebunden. Teil des Rituals ist die Vergewaltigung durch das Mitglied des Kultes, in vielen Fällen auch durch alle Mitglieder des Kultes (vgl. hierzu: Judith Spencer; Jenny - Das Martyrium eines Kindes; Frankfurt am Main, 1995; 37 ff.; auch in: Michaela Huber; Multiple Persönlichkeiten - Überlebende extremer Gewalt; Frankfurt am Main, 1995; S. 88 ff.).<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das "Gebärritual"</span><br />
<br />
Bei dem "Gebärritual" wird das Opfer in den aufgeschnittenen Leichnam eines kurz zuvor getöteten Tieres oder Menschen hineingelegt. Aus diesem heraus wird es als Zeichen tiefer Verbindung in den Kult neu "hineingeboren".</div>
		</div>
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mind Control-Techniken</span><br />
<br />
Mind Control wird in den deutschen Übersetzungen amerikanischer Fachliteratur meist mit "Bewußtseinskontrolle" übersetzt. In dieser Verkürzung wird übersehen, das sich ein Teil der hier angewandten Techniken auch auf das Unterbewußtsein bezieht. Aus diesem Grund wird in den folgenden Ausführungen der Begriff der "Mind Control" beibehalten.<br />
Mind Control ist ein entscheidendes Merkmal und Beurteilungskriterium für die Tätigkeiten und Handlungen einer Gruppierung. Dies gilt insbesondere für religiöse und ideologische Gruppierung jeglicher Art. Zunehmend werden Techniken der Mind Control aber auch im Bereich der organisierten Kinderpornographie und Kinderprostitution verwandt. Ziel von Mind Control ist die Erlangung totaler Herrschaft über das Opfer und die Schaffung von Abhängigkeitsstrukturen. Hierzu wird eine Vielfalt von Techniken verwandt und kombiniert, so beispielsweise Manipulation, Indoktrination, Konditionierung, Codierung / Programmierung und "Gehirnwäsche".<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Definition von Mind Control ("Bewußtseinskontrolle")</span><br />
<br />
Mind-Control ist "ein System von Einflüssen, mit dem die Identität des Individuums (seine Überzeugung, sein Verhalten, Denken und Fühlen) zerbrochen und durch eine neue Identität ersetzt wird." (nach Hassan, Steve; Combatting Mind Control; Deutsch: Ausbruch aus dem Bann der Sekten; Reinbek, 1993; S. 25).<br />
<br />
"Ziel und Zweck der Mind Control ist es, Kontrolle und Hörigkeit über das Opfer oder des Überlebenden sowohl während des Mißbrauchs und der Rituale und während des `normalen Lebens´ des Opfers zu bekommen." (Tagungs-Handout der Ritualistic Abuse Consultancy, Sydney).<br />
Bislang gibt es wenige Veröffentlichungen und sehr wenige Untersuchungen über Mind Control. Entscheidende Erkenntnisse entstammen den Untersuchungen des amerikanischen Psychologen Robert J. Lifton über die Gehirnwäsche im Koreakrieg (Robert J. Lifton; Thougt Reform and the Psychology of Totalism - A Study of Brainwashing in China; New York, 1961). Diese Erkenntnisse hat Lifton in den achtziger Jahren in der Diskussion um die "destructive cults" in den USA überarbeitet und hieraus ein Modell entwickelt, wie ein Prozeß der Mind Control funktioniert.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kriterien zu Mind Control</span><br />
<br />
Als Leitlinie für eine näheren Untersuchung zur Anwendung von Mind Control benennt Lifton folgende acht Kriterien:<br />
<br />
   1. Milieukontrolle<br />
   2. Mystische Manipulation, geplante Spontanität<br />
   3. Forderung nach Reinheit<br />
   4. Kult des Sündenbekenntnisses<br />
   5. Geheiligte Wissenschaft<br />
   6. Manipulation der Sprache<br />
   7. Vorrang der Lehre vor dem Menschen<br />
   8. Zu- und Aberkennung der Existenzberechtigung<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Milieukontrolle</span><br />
<br />
Die Kommunikation und das Umfeld einer Person werden kontrolliert. Dies geschieht beispielsweise dadurch, daß "Ausbilder" als Bezugspersonen eingesetzt werden oder das intensive Seminare über längere Zeiträume mit dem Ziel, daß die Kontakte "nach außen" abbrechen, durchgeführt werden. Lifton führt aus: "Ist diese Kontrolle extrem intensiv, so wird sie zur internalisierten Kontrolle - ein Versuch, die innere Kommunikation des Individuums zu steuern." Zeitgleich läßt sich eine starke Persönlichkeitsveränderung beobachten. Häufig kommt es bereits auf dieser Stufe zu einer Verschiebung des Normen- und Wertesystems.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Mystische Manipulation, geplante Spontanität</span><br />
<br />
Die mystische Manipulation geht häufig einher mit der Beeinflussung durch Riten wie beispielsweise Chanten, Fasten, Meditation, usw. Das Weltbild wird hierbei dualisiert; es wird in „Gut" (="intern" - innerhalb der Gruppierung) und "Böse" (="extern" - die gegen die Gruppierung gerichtete Außenwelt) eingeteilt. "Neueinsteiger" werden außerdem um der Ideologie willen auch getäuscht, gezielt desinformiert und systematisch belogen. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Forderung nach Reinheit</span><br />
<br />
Durch die Einteilung in Radikale wie zum Beispiel Rein - Unrein, Gut - Böse wird vor allem eine Trennung innerhalb der Person erzeugt. Die ständige Forderung nach vollkommener Reinheit bildet die Grundlage für eine völlige öffnung zur ("reinen") Gruppierung und damit eines Rückzugs aus der umgebenden externen ("unreinen") Außenwelt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Kult des Sündenbekenntnisses</span><br />
<br />
Als konsequente Folge der Forderung nach Reinheit ergibt sich, daß die Person jeden "Fehltritt" oder Verstoß den Gruppenmitgliedern mitteilen muß. Dies bildet die Grundlage für Kritik und Selbstkritik. Diese häufig in kleinen Gruppen durchgeführte Kritik verursacht Scham- und Schuldgefühle, die den unbewußten Druck erzeugen, dies nicht wieder zu tun. Diese Einengung des Handlungsspielraums und damit des Handelns ist der nächste Schritt zu einer starken Persönlichkeitsveränderung.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">5. Geheiligte Wissenschaft</span><br />
<br />
Die erfahrene Spiritualität wird als Teil einer komplexen Wissenschaft dargeboten. Die mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit verknüpfte Belegbarkeit und Modernität des hier exklusiv vermittelten Wissens beugen einem kritischen Hinterfragen vor. Werden diese Ansichten übernommen, führen sie zu einer erheblichen Vereinfachung der Weltsicht.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">6. Manipulation der Sprache</span><br />
<br />
Durch die gezielte Veränderung der Sprache (hin auf eine einfache "logische" Sprache und "klare" Begrifflichkeiten) erfolgt noch einmal eine klare Trennung in "Gut" und "Böse". Beispiele hierfür sind das Verbot der Verwendung von Begriffen oder die Neudeutung von Begriffen. Diese Manipulation der Sprache führt zu einer weiteren Reduzierung - und damit häufig zum Abbruch - der Außenkontakte. Die Ursache hierfür liegt mit darin, daß diese Person in ihrem externen Umfeld nicht mehr verstanden wird.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">7. Vorrang der Lehre vor dem Menschen</span><br />
<br />
Das eigene Erleben muß der Lehre untergeordnet werden. Hierdurch werden entstehende Konflikte zwischen dem eigenen Erleben und der Lehre / dem Dogma der Gruppierung aufgelöst. Jeder Zweifel wird hierdurch zu einer Bestätigung, daß die Lehre noch nicht "verstanden und internalisiert" wurde. Lifton führt hierzu aus: "Man lernt, Zweifel als eine Reflexion des eigenen Bösen zu empfinden".<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8. Zu- und Aberkennung der Existenzberechtigung</span><br />
<br />
Dieses Kriterium ist als Endergebnis der vorhergehenden zu verstehen. Es ist die zwangsläufige Folge der unbedingten Trennung in Extreme. Vorrangig ist dies nach außen gerichtet, daß heißt die Gruppierung entscheidet beispielsweise über die "Nichtexistenz" in Form von Bestrafungen oder eines Ausschlusses. In einigen Gruppierungen kann dieses Kriterium allerdings nach innen gerichtet sein. Hier entscheiden Gruppenmitglieder über die tatsächliche Existenz eines Gruppenmitgliedes, das heißt über Leben und Tod.<br />
<br />
(Quelle: Lifton, Robert J.; The Future of Immortality and Other Essays for a Nuclear Age; Passage: Cults: Religious Totalism and Civil Liberties; New York, 1987; veröffentlicht als übersetzung in Auszügen in: Steve Hassan; Ausbruch aus dem Bann der Sekten; Reinbek, 1993; S. 315 ff.)<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mind Control in satanischen Kulten</span><br />
<br />
Im Bereich von satanischen und auch faschistisch ideologisch geprägten Kultsystemen erfahren diese Techniken einer weitere Steigerung und Verstärkung. Ein Teil dieser Techniken ist Gegenstand von "Forschungen" in den Konzentrationslagern des "Dritten Reiches" gewesen und bei den Forschungen der Geheimdienste weiterentwickelt worden (vgl. hierzu: John Marks; The Search für the "Manchurian Candidate" - The CIA and Mind Control; New York & London, 1991).<br />
Das Wechselspiel von einander bedingenden Beeinflussungen auf den unterschiedlichen Ebenen der Wahrnehmung ist von hoher Komplexität. Dieser von sehr diffizilen Techniken geprägte zusammenhängende Prozeßverlauf ist durch Kathy K. Snowden, einer Psychologin aus Richmond, Virginia (USA), dargestellt worden. Ihre Erkenntnisse basieren auf ihrer langjährigen Arbeit mit Opfern / Überlebenden Rituellen Mißbrauchs, die unter schweren dissoziativen Störungen leiden.<br />
Als Folge dieser häufig sehr extremen Techniken und den damit verbundenen Traumatisierungen entstehen Dissoziationen, die in Posttraumatische Belastungsstörungen oder auch in Dissoziative Identitätsstörungen / Multiple Persönlichkeitsstörungen (DID / MPD; deutsch: DIS / MPS) münden können.<br />
<br />
Weitere Informationen findet Ihr, wenn Ihr dem Link folgt: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.dissoc.de/becker-1_5.html">http://www.dissoc.de/becker-1_5.html</a><!-- m --><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Quelle: Aufsatz von Thorsten Becker und Patrick Felsner auf der Website des Vereins S.P.ORG.-Consulting e.V.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Definition:</span><br />
<br />
<span style="color: #004000;" class="mycode_color">"Ritueller Mißbrauch ist schwerer sexueller, physischer und emotionaler Mißbrauch, der sich in einem Kontext ereignet, verbunden mit Symbolen oder Tätigkeiten, die den Anschein von Religiösität, Magie oder übernatürlichen Bedeutungen haben. Diese Tätigkeiten werden über längere Zeit wiederholt, um die Kinder in Angst zu versetzen, sie gewaltsam einzuschüchtern und um sie zu verwirren." (zitiert nach David Finkelhor: Nursery Crimes-Sexual Abuse in Day Care; in: Core, Dianne; Chasing Satan; London, 1991; S. 12).<br />
Diese Definition schließt neben Mißbrauch während Ritualen - also während kultischer Handlungen - auch ritualisierte Formen der Mißhandlungen ein, die nicht unbedingt eines ideologischen Ursprungs sein müssen.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ingesamt lassen sich drei unterschiedliche Ausprägungen differenzieren:</span><br />
<br />
    <span style="color: #004000;" class="mycode_color">* Kultischer Ritueller Mißbrauch<br />
    * Pseudo-ritueller ("ritualisierter") Mißbrauch<br />
    * Psychopathologischer Ritueller Mißbrauch</span><br />
<br />
<span style="color: #004000;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kultischer Ritueller Mißbrauch</span></span><br />
<br />
Der Mißbrauch / die Mißhandlung ist wesentlicher Bestandteil eines (hoch) organisierten Glaubenssystems. Sexueller Mißbrauch ist funktionalisiertes Mittel zum Zweck, beispielsweise der Magie. Deutlich wird dies in Formen der Sexualmagie; davon ausgehend, daß die Sexualität die größte Kraft des Menschen ist, soll diese während (sexual-) magischer Handlungen dienstbar gemacht werden um so die höchstmögliche Energie zu erfahren. Hierzu gehören nach Aleister Crowley (englischer Schwarzmagier und "Satanist", 1875-1947) alle Formen sexueller Aktivitäten. Die Verbindung von exzessiven sexuellen Gewalterfahrungen gekoppelt mit mystischen und magischen Erfahrungen trägt sehr stark zu einem Verlust des Egos bei und bestärkt den Gruppenzusammenhalt.<br />
<br />
<span style="color: #004000;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Pseudo-ritueller ("ritualisierter") Mißbrauch</span></span><br />
<br />
Der Mißbrauch / die Mißhandlung findet meist innerhalb eines mehr oder wenig stark organisierten kriminellen System statt; es gibt allerdings auch Berichte von Einzeltätern (vgl. der Prozeß gegen den "Vampir von Zirndorf" (Okt. / Nov. 1993 in Fürth). Häufig in diesem Bereich sind Pädophilie, (Kinder-) Prostitution und (Kinder-) Pornographie bis hin zu "Snuff-Videos" (Videos bei denen die Mißhandlung bis zum Tod des Opfers gefilmt wird). Diese Form des Mißbrauchs basiert auf keinem ideologischen Glaubenssystem. Kinder werden durch übernatürliche Kräfte (wie Geister, Monster, Batman u.ä.) bedroht. Kinder werden durch diese "Bilder" regelrecht terrorisiert; außerdem bewirken diese Bedrohungen, daß Offenbarungen von Kindern meist frühzeitig von HelferInnen als "Kindesphantasien" abgetan werden und diese Kinder erneut die Erfahrung machen, daß ihnen keiner hilft. Experten sprechen für diesen Bereich - im Unterschied zu <span style="color: #004000;" class="mycode_color">kultischem rituellem Missbrauch</span> - von einer stärkeren Zentrierung auf die Sexualität.<br />
<br />
<span style="color: #004000;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Psychopathologischer Ritueller Mißbrauch</span></span><br />
<br />
Der Mißbrauch / die Mißhandlung ist Teil eines Wahn- und Zwangssystems. Die Fachliteratur (siehe 8. Kommentierte Literaturempfehlungen) beschreibt diesen Teil als schwierig von Kultsystemen zu unterscheiden; Anhaltspunkt sei häufig das Auftreten von Einzeltätern und eine stärkere Zentrierung auf Sexualität, welche häufig mit massiven Perversionen gekoppelt ist.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründe für eine Differenzierung</span><br />
<br />
Diese sehr wissenschaftliche Differenzierung gilt es insbesondere unter dem Aspekt einer Bedrohung durch Täter bei Offenbarungen von Opfern / Überlebenden zu beachten und bei Ermittlungsverfahren zu berücksichtigen. Häufig sind Verknüpfungen mit traumatischen Erlebnissen bereits durch Täter codiert / einprogrammiert und können von außen (beispielsweise durch Zeichen) ausgelöst werden. Sehr diffizile Formen der Programmierung bedienen sich "normalen" Alltagserlebens - beispielsweise Gerüchen, welche basierend auf - auch unbewußte - Erinnerungen an traumatische Erfahrungen an einen Zwang zur Verschwiegenheit erinnern und das Verhalten bestimmen. Dieses System der "Mind Control" wird noch beschrieben werden.<br />
Außerdem gilt es zu unterscheiden, ob der Mißbrauch / die Mißhandlungen in institutionellen oder inzestösen Zusammenhängen oder gar in einer Kopplung aus beiden stattfindet. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Arten des Rituellen Mißbrauchs</span><br />
<br />
Ritueller Mißbrauch findet auf vielfältige Art und Weise statt. Hierbei lassen sich drei Ebenen unterscheiden:<br />
<br />
    * Psychologischer Mißbrauch<br />
    * Körperliche Mißhandlung<br />
    * Sexueller Mißbrauch<br />
<br />
Der Psychologische Mißbrauch erzeugt tiefe Furcht, Amnesien und Dissoziationen, welche sehr häufig mit "Freiwilligkeit" und Mittäteraspekten gekoppelt sind. Die körperliche Mißhandlung - häufig in Form extremer Folter - welche teilweise von außen nicht feststellbar (z.B. unter Wasser drücken bis zum beinahe-ertrinken) ist, führt zu einer weiteren Verschwiegenheit. Der sexuelle Mißbrauch als ein Teilaspekt Rituellen Mißbrauchs ist - meist von mehren Täter (häufig gleichzeitig) begangen - sadistisch und erniedrigend. Zusammengefaßt führen diese Formen zur totalen Dominanz über das Opfer und zur Bestimmung über sein Leben.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #004000;" class="mycode_color">Quelle: Dieser Text entstammt einem Aufsatz von Thorsten Becker und Patrick Felsner der auf der Website des Vereins S.P.ORG.-Consulting e.V. veröffentlicht wurde. Die weitergehenden Schilderungen von Handlungen werde durch Verwendung des Spoilers verdecken.</span></span><br />
<br />
<div class="spoiler">
			<div class="spoiler_title"><span class="spoiler_button" onclick="javascript: if(parentNode.parentNode.getElementsByTagName('div')[1].style.display == 'block'){ parentNode.parentNode.getElementsByTagName('div')[1].style.display = 'none'; this.innerHTML='Show Content'; } else { parentNode.parentNode.getElementsByTagName('div')[1].style.display = 'block'; this.innerHTML='Hide Content'; }">Show Content</span></div>
			<div class="spoiler_content" style="display: none;"><span class="spoiler_content_title"></span><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Beispiele der Terrorisierung</span><br />
<br />
Die im Folgenden benannten Beispiele der Terrorisierung von Opfern / Überlebenden Rituellen Mißbrauchs sind brutal, grausam und übersteigen meist die Grenze dessen, was sich im Rahmen "normaler" Vorstellungskraft ereignen kann. Die Realität derjenigen, die durch dieses Problem des Rituellen Mißbrauchs berührt sind - sowohl Opfer / Überlebende, als auch HelferInnen und Ermittler - ist von derartigen Schilderungen geprägt. Fern von jeglichem 'voyeuristischen Thrill' dienen die folgenden Beschreibungen dazu, zu verdeutlichen, was die Methodik eines Systems von Terror ausmacht, welches Opfer / Überlebende erleiden und welches die Anforderungen vor allem an HelferInnen dominiert.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Magische Operation</span><br />
<br />
Kinder werden über Süßigkeiten und Getränke betäubt. Wenn sie erwachen, merken sie, daß sie entweder mit Blut verschmiert sind oder häufig einen feinen Ritz in der Oberhaut über dem Brustbein oder zwischen den Augen haben. Ihnen wird dann suggeriert, dies seien die Beweise dafür, daß sie operiert worden sein. In dieser Operation sei ihnen ein Dämon, ein Monster, eine Bombe oder Tiere eingepflanzt worden, die falls sich das Kind irgend jemandem anvertrauen will, dieses qualvoll vernichtet. Häufige Anzeichen hierfür sind bei Gesprächen mit rituell mißbrauchten Kindern plötzlich auftretende Bauchschmerzen und Magenkrämpfe und Erzählungen über Steine im Bauch. Auch kürzlich entstandene Phobien vor bestimmten Tieren, beispielsweise Ameisen können erste Anzeichen hierfür sein.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die reale Familie</span><br />
<br />
Kindern wird während des Mißbrauchs / der Mißhandlung erzählt, ihre Eltern seien nicht die wirklichen Eltern, sondern der Kult sei die "wahre" Familie und es gebe kein Entrinnen. Verstärkt wird dies noch durch sich selbsterfüllende Prophezeiungen hinsichtlich des Verhaltens der Eltern, welche das Kind von der Richtigkeit dieser Aussage überzeugen. Bestärkt werden kann dies dadurch, wenn ein Angehöriger des Kindes Mitglied im Kult ist und sich zu einem für das Kind besonders bedrohlichen Anlaß - beispielsweise während eines Rituals - offenbart.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Folterungen</span><br />
<br />
Die Arten der Folterungen im Bereich des Rituellen Mißbrauchs sind vielfältig und teilweise sehr diffizil in ihrer Anwendung. Einige Foltermethoden, beispielsweise das Unter-Wasser-drücken oder auch Elektroschocks hinterlassen keine feststellbaren Spuren. Andere Foltermethoden, beispielsweise mit Kerzen, Wachs oder Fackeln hinterlassen Spuren, die sich beispielsweise als Sonnenbrand deuten lassen. Desweiteren werden extreme Formen berichtet. Hierzu gehören, daß Nadeln unter die Finger- bzw. Zehennägel geschoben werden, daß Kinder lebendig begraben werden (u.a. zum Zweck sensorischer Deprivation), daß sie an den Händen oder Füßen aufgehängt werden und teilweise in diesen Positionen (sexuell) mißhandelt werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Beteiligung von Tieren</span><br />
<br />
Sehr häufig werden Tiere, wie beispielsweise Spinnen, Schlangen und Hunde, zur Einschüchterung verwendet. Kaninchen, Katzen und Hunde und werden auf teilweise bestialische Weise geopfert, bzw. müssen von Kindern selbst getötet werden. Hunde und Schlangen werden auch für sexuelle Handlungen an Kindern benutzt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Benutzung menschliche Exkremente</span><br />
<br />
Die menschliche Exkremente wie Kot und Urin spielen ebenso wie Sperma und vor allem Blut eine wichtige Rolle während den Ritualen. Kinder werden damit beschmiert, bzw. müssen diese in Form eines "Cocktails" zu sich nehmen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verkleidungen</span><br />
<br />
Sehr häufig verkleiden sich Täter, um die Kinder einzuschüchtern. Einerseits können dies Verkleidungen als Teufel, Hexe oder Monster sein, um an den anerzogenen Angstvorstellungen der Kinder anzuknüpfen. Verkleidungen als Ärzte, Polizisten, Richter, Priester sollen dazu führen, daß das Vertrauen in diese Berufsgruppen erschüttert wird, um eine Offenbarung zu verhindern. Sehr häufig tragen die Täter Kutten mit Kapuzen, die mit rituellen Zeichen verziert sind.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tötungen</span><br />
<br />
Bei den Tötungen in den Ritualen ist das höchste Ziel, das Leiden des Opfers zu verlängern, um sich die Lebensenergie magisch nutzbar zu machen. Hierzu gehört beispielsweise das Häuten bei lebendigem Leib. Diese Form des Tötens wird sowohl bei Tier- als auch bei Menschenopfern (u.a. durch eine amerikanische Staatsanwältin) beschrieben. Ebenso kommt es zu Schächtungen, das heißt dem Ausblutenlassen des Opfers. Überlebende berichten davon, daß die Opfer hinterher gekocht und gegessen werden, das Fett von Babys wird für die Herstellung von Kerzen verwandt. Im Bereich der schwarzmagischen Literatur führt Aleister Crowley aus: "Für die höchste spirituelle Arbeit muß man dementsprechend das Opfer wählen, daß die größte und reinste Kraft in sich birgt. Ein männliches Kind von vollkommener Unschuld und hoher Intelligenz ist das befriedigendste und geeignetste Opfer." (Aleister Crowley, Magie in Theorie und Praxis, II. Teil; Zürich, 1982; S.257).<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mittäteraspekte</span><br />
<br />
Häufig werden Opfer Rituellen Mißbrauchs dazu gezwungen, selber zu mißbrauchen oder zu mißhandeln oder strafbare Handlungen innerhalb und außerhalb des Kultes zu begehen. Diese Mittäterschaft erfüllt zwei Funktionen. Einerseits werden diese Taten in der Regel beobachtet oder gar gefilmt und dienen dem Kult dazu, über den Weg der direkten Erpressung Druck auf den Handelnden auszuüben. Andererseits werden diese Taten im Rahmen von Mind Control-Techniken benutzt, um Schuldgefühle zu implantieren, die ein Gefühl der Ausweglosigkeit verstärken.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das "Hochzeitsritual"</span><br />
<br />
Das "Hochzeitsritual" findet zwischen dem Opfer und einem Mitglied des Kultes - welcher auch stellvertretend für Satan stehen kann - statt. Das Opfer wird hiermit im Rahmen einer zeremoniellen Handlung, eines Rituals, an die Gruppierung gebunden. Teil des Rituals ist die Vergewaltigung durch das Mitglied des Kultes, in vielen Fällen auch durch alle Mitglieder des Kultes (vgl. hierzu: Judith Spencer; Jenny - Das Martyrium eines Kindes; Frankfurt am Main, 1995; 37 ff.; auch in: Michaela Huber; Multiple Persönlichkeiten - Überlebende extremer Gewalt; Frankfurt am Main, 1995; S. 88 ff.).<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das "Gebärritual"</span><br />
<br />
Bei dem "Gebärritual" wird das Opfer in den aufgeschnittenen Leichnam eines kurz zuvor getöteten Tieres oder Menschen hineingelegt. Aus diesem heraus wird es als Zeichen tiefer Verbindung in den Kult neu "hineingeboren".</div>
		</div>
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mind Control-Techniken</span><br />
<br />
Mind Control wird in den deutschen Übersetzungen amerikanischer Fachliteratur meist mit "Bewußtseinskontrolle" übersetzt. In dieser Verkürzung wird übersehen, das sich ein Teil der hier angewandten Techniken auch auf das Unterbewußtsein bezieht. Aus diesem Grund wird in den folgenden Ausführungen der Begriff der "Mind Control" beibehalten.<br />
Mind Control ist ein entscheidendes Merkmal und Beurteilungskriterium für die Tätigkeiten und Handlungen einer Gruppierung. Dies gilt insbesondere für religiöse und ideologische Gruppierung jeglicher Art. Zunehmend werden Techniken der Mind Control aber auch im Bereich der organisierten Kinderpornographie und Kinderprostitution verwandt. Ziel von Mind Control ist die Erlangung totaler Herrschaft über das Opfer und die Schaffung von Abhängigkeitsstrukturen. Hierzu wird eine Vielfalt von Techniken verwandt und kombiniert, so beispielsweise Manipulation, Indoktrination, Konditionierung, Codierung / Programmierung und "Gehirnwäsche".<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Definition von Mind Control ("Bewußtseinskontrolle")</span><br />
<br />
Mind-Control ist "ein System von Einflüssen, mit dem die Identität des Individuums (seine Überzeugung, sein Verhalten, Denken und Fühlen) zerbrochen und durch eine neue Identität ersetzt wird." (nach Hassan, Steve; Combatting Mind Control; Deutsch: Ausbruch aus dem Bann der Sekten; Reinbek, 1993; S. 25).<br />
<br />
"Ziel und Zweck der Mind Control ist es, Kontrolle und Hörigkeit über das Opfer oder des Überlebenden sowohl während des Mißbrauchs und der Rituale und während des `normalen Lebens´ des Opfers zu bekommen." (Tagungs-Handout der Ritualistic Abuse Consultancy, Sydney).<br />
Bislang gibt es wenige Veröffentlichungen und sehr wenige Untersuchungen über Mind Control. Entscheidende Erkenntnisse entstammen den Untersuchungen des amerikanischen Psychologen Robert J. Lifton über die Gehirnwäsche im Koreakrieg (Robert J. Lifton; Thougt Reform and the Psychology of Totalism - A Study of Brainwashing in China; New York, 1961). Diese Erkenntnisse hat Lifton in den achtziger Jahren in der Diskussion um die "destructive cults" in den USA überarbeitet und hieraus ein Modell entwickelt, wie ein Prozeß der Mind Control funktioniert.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kriterien zu Mind Control</span><br />
<br />
Als Leitlinie für eine näheren Untersuchung zur Anwendung von Mind Control benennt Lifton folgende acht Kriterien:<br />
<br />
   1. Milieukontrolle<br />
   2. Mystische Manipulation, geplante Spontanität<br />
   3. Forderung nach Reinheit<br />
   4. Kult des Sündenbekenntnisses<br />
   5. Geheiligte Wissenschaft<br />
   6. Manipulation der Sprache<br />
   7. Vorrang der Lehre vor dem Menschen<br />
   8. Zu- und Aberkennung der Existenzberechtigung<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Milieukontrolle</span><br />
<br />
Die Kommunikation und das Umfeld einer Person werden kontrolliert. Dies geschieht beispielsweise dadurch, daß "Ausbilder" als Bezugspersonen eingesetzt werden oder das intensive Seminare über längere Zeiträume mit dem Ziel, daß die Kontakte "nach außen" abbrechen, durchgeführt werden. Lifton führt aus: "Ist diese Kontrolle extrem intensiv, so wird sie zur internalisierten Kontrolle - ein Versuch, die innere Kommunikation des Individuums zu steuern." Zeitgleich läßt sich eine starke Persönlichkeitsveränderung beobachten. Häufig kommt es bereits auf dieser Stufe zu einer Verschiebung des Normen- und Wertesystems.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Mystische Manipulation, geplante Spontanität</span><br />
<br />
Die mystische Manipulation geht häufig einher mit der Beeinflussung durch Riten wie beispielsweise Chanten, Fasten, Meditation, usw. Das Weltbild wird hierbei dualisiert; es wird in „Gut" (="intern" - innerhalb der Gruppierung) und "Böse" (="extern" - die gegen die Gruppierung gerichtete Außenwelt) eingeteilt. "Neueinsteiger" werden außerdem um der Ideologie willen auch getäuscht, gezielt desinformiert und systematisch belogen. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Forderung nach Reinheit</span><br />
<br />
Durch die Einteilung in Radikale wie zum Beispiel Rein - Unrein, Gut - Böse wird vor allem eine Trennung innerhalb der Person erzeugt. Die ständige Forderung nach vollkommener Reinheit bildet die Grundlage für eine völlige öffnung zur ("reinen") Gruppierung und damit eines Rückzugs aus der umgebenden externen ("unreinen") Außenwelt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Kult des Sündenbekenntnisses</span><br />
<br />
Als konsequente Folge der Forderung nach Reinheit ergibt sich, daß die Person jeden "Fehltritt" oder Verstoß den Gruppenmitgliedern mitteilen muß. Dies bildet die Grundlage für Kritik und Selbstkritik. Diese häufig in kleinen Gruppen durchgeführte Kritik verursacht Scham- und Schuldgefühle, die den unbewußten Druck erzeugen, dies nicht wieder zu tun. Diese Einengung des Handlungsspielraums und damit des Handelns ist der nächste Schritt zu einer starken Persönlichkeitsveränderung.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">5. Geheiligte Wissenschaft</span><br />
<br />
Die erfahrene Spiritualität wird als Teil einer komplexen Wissenschaft dargeboten. Die mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit verknüpfte Belegbarkeit und Modernität des hier exklusiv vermittelten Wissens beugen einem kritischen Hinterfragen vor. Werden diese Ansichten übernommen, führen sie zu einer erheblichen Vereinfachung der Weltsicht.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">6. Manipulation der Sprache</span><br />
<br />
Durch die gezielte Veränderung der Sprache (hin auf eine einfache "logische" Sprache und "klare" Begrifflichkeiten) erfolgt noch einmal eine klare Trennung in "Gut" und "Böse". Beispiele hierfür sind das Verbot der Verwendung von Begriffen oder die Neudeutung von Begriffen. Diese Manipulation der Sprache führt zu einer weiteren Reduzierung - und damit häufig zum Abbruch - der Außenkontakte. Die Ursache hierfür liegt mit darin, daß diese Person in ihrem externen Umfeld nicht mehr verstanden wird.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">7. Vorrang der Lehre vor dem Menschen</span><br />
<br />
Das eigene Erleben muß der Lehre untergeordnet werden. Hierdurch werden entstehende Konflikte zwischen dem eigenen Erleben und der Lehre / dem Dogma der Gruppierung aufgelöst. Jeder Zweifel wird hierdurch zu einer Bestätigung, daß die Lehre noch nicht "verstanden und internalisiert" wurde. Lifton führt hierzu aus: "Man lernt, Zweifel als eine Reflexion des eigenen Bösen zu empfinden".<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8. Zu- und Aberkennung der Existenzberechtigung</span><br />
<br />
Dieses Kriterium ist als Endergebnis der vorhergehenden zu verstehen. Es ist die zwangsläufige Folge der unbedingten Trennung in Extreme. Vorrangig ist dies nach außen gerichtet, daß heißt die Gruppierung entscheidet beispielsweise über die "Nichtexistenz" in Form von Bestrafungen oder eines Ausschlusses. In einigen Gruppierungen kann dieses Kriterium allerdings nach innen gerichtet sein. Hier entscheiden Gruppenmitglieder über die tatsächliche Existenz eines Gruppenmitgliedes, das heißt über Leben und Tod.<br />
<br />
(Quelle: Lifton, Robert J.; The Future of Immortality and Other Essays for a Nuclear Age; Passage: Cults: Religious Totalism and Civil Liberties; New York, 1987; veröffentlicht als übersetzung in Auszügen in: Steve Hassan; Ausbruch aus dem Bann der Sekten; Reinbek, 1993; S. 315 ff.)<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mind Control in satanischen Kulten</span><br />
<br />
Im Bereich von satanischen und auch faschistisch ideologisch geprägten Kultsystemen erfahren diese Techniken einer weitere Steigerung und Verstärkung. Ein Teil dieser Techniken ist Gegenstand von "Forschungen" in den Konzentrationslagern des "Dritten Reiches" gewesen und bei den Forschungen der Geheimdienste weiterentwickelt worden (vgl. hierzu: John Marks; The Search für the "Manchurian Candidate" - The CIA and Mind Control; New York & London, 1991).<br />
Das Wechselspiel von einander bedingenden Beeinflussungen auf den unterschiedlichen Ebenen der Wahrnehmung ist von hoher Komplexität. Dieser von sehr diffizilen Techniken geprägte zusammenhängende Prozeßverlauf ist durch Kathy K. Snowden, einer Psychologin aus Richmond, Virginia (USA), dargestellt worden. Ihre Erkenntnisse basieren auf ihrer langjährigen Arbeit mit Opfern / Überlebenden Rituellen Mißbrauchs, die unter schweren dissoziativen Störungen leiden.<br />
Als Folge dieser häufig sehr extremen Techniken und den damit verbundenen Traumatisierungen entstehen Dissoziationen, die in Posttraumatische Belastungsstörungen oder auch in Dissoziative Identitätsstörungen / Multiple Persönlichkeitsstörungen (DID / MPD; deutsch: DIS / MPS) münden können.<br />
<br />
Weitere Informationen findet Ihr, wenn Ihr dem Link folgt: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.dissoc.de/becker-1_5.html">http://www.dissoc.de/becker-1_5.html</a><!-- m --><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Quelle: Aufsatz von Thorsten Becker und Patrick Felsner auf der Website des Vereins S.P.ORG.-Consulting e.V.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Körperliche Misshandlung - Kindesmisshandlung]]></title>
			<link>https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=202</link>
			<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 00:29:11 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.traumaforum.ch/member.php?action=profile&uid=0">Kerzenlicht</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=202</guid>
			<description><![CDATA[Kindesmisshandlung kann verstanden werden als eine nicht zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung, die in Familien oder Institutionen (beispielsweise Kindergärten, Schulen, Heimen) geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht.<br />
<br />
In den meisten Staaten der Welt sind Körperstrafen als Erziehungsmittel gesetzlich nicht pauschal verboten. Es wird daher zwischen „nicht-missbräuchlicher“ (nonabusive) und „missbräuchlicher“ (abusive) Züchtigung unterschieden. Es gibt dabei in jedem Land eigene Gesetze, die den Tatbestand der Misshandlung von der legalen Züchtigung abgrenzen. In Deutschland wird seit der Gesetzesänderung von 2000 grundsätzlich jede Körperstrafe, unabhängig von ihrer Härte, gesetzlich als Misshandlung angesehen. Die meisten Misshandlungen geschehen durch nahestehende Personen (ältere Geschwister, Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, nähere Bekannte der Familie).<br />
<br />
Repräsentative Studien über das Ausmaß von Kindesmisshandlung sind in Deutschland selten; die meisten Untersuchungen unterscheiden sich erheblich in Forschungsansatz, zugrunde liegender Definition und entsprechend auch den Ergebnissen. Laut einer Ausarbeitung der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet, die sich auf mehrere internationale Studien stützt in denen Kinder und Eltern zu Misshandlungserlebnissen und Erziehungsmethoden befragt wurden, ist in wohlhabenden Ländern fast jedes 10. Kind betroffen.<br />
<br />
Körperliche Gewalt in der Erziehung ist bei vielen Kindern anzutreffen: nach Studien haben 75–80 % schon mindestens einmal einen „Klaps“ oder eine „Ohrfeige“ bekommen, 20–30 % haben eine schwerere Form von Misshandlung wie beispielsweise „Prügel“ erlitten.<br />
<br />
Quelle: Wikipedia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Kindesmisshandlung kann verstanden werden als eine nicht zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung, die in Familien oder Institutionen (beispielsweise Kindergärten, Schulen, Heimen) geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht.<br />
<br />
In den meisten Staaten der Welt sind Körperstrafen als Erziehungsmittel gesetzlich nicht pauschal verboten. Es wird daher zwischen „nicht-missbräuchlicher“ (nonabusive) und „missbräuchlicher“ (abusive) Züchtigung unterschieden. Es gibt dabei in jedem Land eigene Gesetze, die den Tatbestand der Misshandlung von der legalen Züchtigung abgrenzen. In Deutschland wird seit der Gesetzesänderung von 2000 grundsätzlich jede Körperstrafe, unabhängig von ihrer Härte, gesetzlich als Misshandlung angesehen. Die meisten Misshandlungen geschehen durch nahestehende Personen (ältere Geschwister, Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, nähere Bekannte der Familie).<br />
<br />
Repräsentative Studien über das Ausmaß von Kindesmisshandlung sind in Deutschland selten; die meisten Untersuchungen unterscheiden sich erheblich in Forschungsansatz, zugrunde liegender Definition und entsprechend auch den Ergebnissen. Laut einer Ausarbeitung der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet, die sich auf mehrere internationale Studien stützt in denen Kinder und Eltern zu Misshandlungserlebnissen und Erziehungsmethoden befragt wurden, ist in wohlhabenden Ländern fast jedes 10. Kind betroffen.<br />
<br />
Körperliche Gewalt in der Erziehung ist bei vielen Kindern anzutreffen: nach Studien haben 75–80 % schon mindestens einmal einen „Klaps“ oder eine „Ohrfeige“ bekommen, 20–30 % haben eine schwerere Form von Misshandlung wie beispielsweise „Prügel“ erlitten.<br />
<br />
Quelle: Wikipedia]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Emotionale Misshandlung]]></title>
			<link>https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=191</link>
			<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 01:38:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.traumaforum.ch/member.php?action=profile&uid=0">Kerzenlicht</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=191</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Bis auf immer wieder kehrende spektakuläre Einzelfälle qualvoll verhungerter und vernachlässigter<br />
Kinder ist Vernachlässigung von Kindern in der Regel als Thema wenig spektakulär. Sie erhält<br />
daher sowohl in den Medien, der öffentlichen, leider aber auch in der professionellen Wahrnehmung<br />
eine deutlich geringere Aufmerksamkeit und Stellenwert als körperliche Misshandlung<br />
und sexueller Missbrauch. Die vorliegenden Studien und Daten deuten jedoch auf eine erheblich<br />
größere quantitative und vermutlich auch qualitative Bedeutung als die „klassischen“,<br />
aktiven Gewaltformen. Die vielfach sehr ausgeprägten Folgen werden auch von Fachleuten häufig<br />
noch unterschätzt, so dass der Begriff der „Vernachlässigung der Vernachlässigung“ geprägt<br />
wurde.</blockquote>
 <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Autor: Bernd Herrmann</span><br />
<br />
Bei emotionalen Misshandlungen werden dem Kind keine körperlichen Schmerzen zugefügt. Vielmehr handelt es sich um Worte, Gesten und Unterlassungen, die dazu gedacht sind, das Kind seelisch zu quälen, erniedrigen und absolut wertlos darzustellen, es zu verhöhnen und zu demütigen. Das Kind fühlt sich wertlos und gehasst und ist vollkommen ohnmächtig gegen diese Art von Misshandlung, weil sie kaum Aufmerksamkeit erfährt und oft nicht mal als solche wahrgenommen oder akzeptiert wird.<br />
Viele Menschen sind der Meinung, dass hier ja keine Gewalt angewendet würde. Darum werden seelische Grausamkeiten nicht geahndet und schon gar nicht verhindert.<br />
<br />
Die Formen emotionaler Misshandlung sind vielfältig.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Herabsetzen:</span><br />
<br />
- Kinder werden durch übelste Ausdrücke oder entsprechende Gesten förmlich niedergemacht.<br />
- Kinder erfahren Ablehnung und Verachtung durch die Familienmitglieder oder Bezugspersonen.<br />
- Kinder werden teilweise in Gegenwart anderer lächerlich gemacht und gedemütigt.<br />
- Kinder werden ständig kritisiert, können nichts recht machen<br />
- Es werden ihnen mannigfaltige Pflichten auferlegt, evtl. mehr als den Geschwistern und sie erhalten<br />
  weniger Belohnung und werden häufiger bestraft.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Ausnutzen:</span><br />
<br />
- Kinder werden zu Prostitution, Diebstahl, Gewalt, Drogenmissbrauch usw. angehalten und damit zu<br />
  selbstzerstörerischem und kriminellem Verhalten.<br />
- Den Kindern wird die Elternrolle aufgezwungen. Häufig müssen Scheidungskinder die Rolle eines Partners übernehmen, um Trost zu spenden oder sie dürfen<br />
  ihren anderen Elternteil nicht mehr lieben.<br />
- Eltern mischen sich in unerträglicher Weise in das Leben des Kindes ein, sind extrem zudringlich, dominant oder reglementieren das Leben des Kindes aufs     Äußerste. Das Kind kann keine eigenen Gefühle zeigen oder Wünsche und Ansichten äußern und versucht gar nicht mehr, ein entsprechendes<br />
  Maß an Autonomie zu erwerben.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Terrorisieren:</span><br />
<br />
- Kinder werden in unüberschaubare oder erkennbar gefährliche Situationen gebracht, z.B zum Fenster<br />
  hinausgehalten, um Todesangst zu erzeugen.<br />
- Kindern werden unrealistische Forderungen gestellt und ihnen ein Verlust oder Schaden im Falle des<br />
  Versagens angedroht.<br />
- Dem Kind oder Personen, die es liebt, ebenso wie Objekten, die ihm wichtig sind (Lieblingsspielzeug)<br />
  wird Gewalt angedroht oder vor dem Kind angewendet.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Ignorieren:</span><br />
<br />
- Das Verhalten dem Kind gegenüber ist gleichgültig und unnahbar.<br />
- Nur, wenn es unbedingt notwendig ist, wird sich dem Kind zugewandt, mit ihm gesprochen.<br />
- Das Kinder erfährt keine Zuwendung oder Zärtlichkeit.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Isolieren:</span><br />
<br />
- Das Kind an der Kommunikation mit anderen Menschen dauernd gehindert, z. B durch Einsperren.<br />
- Die soziale Interaktion in größeren Gemeinschaften wird stark eingeschränkt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Rechtsanwalt und Autor Andrew Vacchs hat auf seiner Website folgendes stehen:</span><br />
<br />
<span style="color: #000080;" class="mycode_color">"Emotionale Misshandlung ist die systematische Verkleinerung des anderen. Sie kann absichtlich oder unterbewusst (oder beides) sein, aber sie ist immer eine Verhaltensweise, nicht ein einzelner Vorfall. Sie ist darauf angelegt, das Selbstbild eines Kindes auf den Punkt zu reduzieren, wo das Opfer sich des natürlichen Geburtsrechts aller Kinder für unwert erachtet: Liebe und Schutz."<br />
<br />
"Emotionale Misshandlung kann verbal oder im Verhalten, aktiv oder passiv, regelmäßig oder gelegentlich stattfinden. Ungeachtet dessen ist sie oft ebenso schmerzhaft wie ein körperlicher Angriff. Und, mit seltenen Ausnahmen, dauert der Schmerz viel länger an. Die Liebe eines Elternteils ist für ein Kind so wichtig, dass sie ihm vorzuenthalten einen Zustand des "Scheiterns in der Entwicklung" verursachen kann, ähnlich dem von Kindern, denen man eine angemessene Ernährung verweigert hat."</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Folgen für Betroffene</span><br />
<br />
Die Folgen für die Betroffenen sind individuell. Sie sind abhängig vom Alter, genetischer Disposition, Lebensumfeld usw. Es muss auch nicht zwangsläufig zu Beeinträchtigungen kommen.<br />
<br />
Massive und dauerhafte emotionale Misshandlung in der Kindheit führt oft zu schweren psychischen Beeinträchtigungen wie Persönlichkeitsstörungen. Hierbei ist die Borderline Persönlichkeitsstörungndie häufigste. Aber auch andere Persönlichkeitsstörungen, Depressionen, Angst- und Panikstörungen sowie Esstörungen können entstehen.<br />
<br />
Treten die Misshandlungen erst im Erwachsenenalter auf, ist die Entstehung einer Persönlichkeitsstörung nicht mehr möglich, jedoch kann es zu Depressionen, Angst- und Panikstörungen und zur posttraumatischen Belastungsstörung kommen.<br />
Die PTBS kann zu einer dauerhaften Persönlichkeitsänderung führen (komplexe posttraumatische<br />
Belastungsstörung).<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Hilfe annehmen</span><br />
<br />
Ob als Kind oder Erwachsener traumatisiert, wenn die Betroffenen Schäden erlitten haben und Hilfe brauchen, fällt es ihnen oft schwer diese zu suchen und anzunehmen. Sie vergleichen ihr Leid mit dem der Opfer von Gewalttaten und sind der Meinung es sei ja nichts passiert, ihnen stehe keine Hilfe zu. Sie haben Angst nicht ernst genommen und abgewiesen zu werden, oft auch mit entsprechenden Erfahrungen.<br />
Oft sind sie sich garnicht bewusst, emotional misshandelt worden zu sein, weil diese Art von Misshandlung in der Öffentlichkeit vielfach akzeptiert wird. Sie kämpfen dann ihr Leben lang mit mangelndem Selbstwertgefühl und schweren Schuldgefühlen, was ihre Berufs- und Beziehungsfähigkeit stark einschränkt. Solche Menschen sieht man kaum auf einer Universität, egal, wie intelligent sie sind. Ihre möglichen Partner sind meist selbst mit Defiziten behaftet.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Emotionale Misshandlung bei Kindern erkennen</span><br />
<br />
Emotionale Misshandlungen lassen sich nicht so leicht erkennen wie körperliche. Sie sind oft überhaupt nur dann zu erkennen, wenn man sich intensiver mit dem Kind auseinandersetzt.<br />
<br />
Fast immer ist der Selbstwert der Betroffenen stark beeinflusst, kleine Kinder assoziieren sich mit negativen Figuren und Bösewichten.<br />
Langes Einnässen (Enuresis), Einkoten (Enkopresis), Selbstabwertung und überdurchschnittliche Schüchternheit, verringerter Spieltrieb, nicht altersgemäße Sozialkompetenz und Apathie können Anzeichen von (jeglicher) Misshandlung sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Bis auf immer wieder kehrende spektakuläre Einzelfälle qualvoll verhungerter und vernachlässigter<br />
Kinder ist Vernachlässigung von Kindern in der Regel als Thema wenig spektakulär. Sie erhält<br />
daher sowohl in den Medien, der öffentlichen, leider aber auch in der professionellen Wahrnehmung<br />
eine deutlich geringere Aufmerksamkeit und Stellenwert als körperliche Misshandlung<br />
und sexueller Missbrauch. Die vorliegenden Studien und Daten deuten jedoch auf eine erheblich<br />
größere quantitative und vermutlich auch qualitative Bedeutung als die „klassischen“,<br />
aktiven Gewaltformen. Die vielfach sehr ausgeprägten Folgen werden auch von Fachleuten häufig<br />
noch unterschätzt, so dass der Begriff der „Vernachlässigung der Vernachlässigung“ geprägt<br />
wurde.</blockquote>
 <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Autor: Bernd Herrmann</span><br />
<br />
Bei emotionalen Misshandlungen werden dem Kind keine körperlichen Schmerzen zugefügt. Vielmehr handelt es sich um Worte, Gesten und Unterlassungen, die dazu gedacht sind, das Kind seelisch zu quälen, erniedrigen und absolut wertlos darzustellen, es zu verhöhnen und zu demütigen. Das Kind fühlt sich wertlos und gehasst und ist vollkommen ohnmächtig gegen diese Art von Misshandlung, weil sie kaum Aufmerksamkeit erfährt und oft nicht mal als solche wahrgenommen oder akzeptiert wird.<br />
Viele Menschen sind der Meinung, dass hier ja keine Gewalt angewendet würde. Darum werden seelische Grausamkeiten nicht geahndet und schon gar nicht verhindert.<br />
<br />
Die Formen emotionaler Misshandlung sind vielfältig.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Herabsetzen:</span><br />
<br />
- Kinder werden durch übelste Ausdrücke oder entsprechende Gesten förmlich niedergemacht.<br />
- Kinder erfahren Ablehnung und Verachtung durch die Familienmitglieder oder Bezugspersonen.<br />
- Kinder werden teilweise in Gegenwart anderer lächerlich gemacht und gedemütigt.<br />
- Kinder werden ständig kritisiert, können nichts recht machen<br />
- Es werden ihnen mannigfaltige Pflichten auferlegt, evtl. mehr als den Geschwistern und sie erhalten<br />
  weniger Belohnung und werden häufiger bestraft.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Ausnutzen:</span><br />
<br />
- Kinder werden zu Prostitution, Diebstahl, Gewalt, Drogenmissbrauch usw. angehalten und damit zu<br />
  selbstzerstörerischem und kriminellem Verhalten.<br />
- Den Kindern wird die Elternrolle aufgezwungen. Häufig müssen Scheidungskinder die Rolle eines Partners übernehmen, um Trost zu spenden oder sie dürfen<br />
  ihren anderen Elternteil nicht mehr lieben.<br />
- Eltern mischen sich in unerträglicher Weise in das Leben des Kindes ein, sind extrem zudringlich, dominant oder reglementieren das Leben des Kindes aufs     Äußerste. Das Kind kann keine eigenen Gefühle zeigen oder Wünsche und Ansichten äußern und versucht gar nicht mehr, ein entsprechendes<br />
  Maß an Autonomie zu erwerben.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Terrorisieren:</span><br />
<br />
- Kinder werden in unüberschaubare oder erkennbar gefährliche Situationen gebracht, z.B zum Fenster<br />
  hinausgehalten, um Todesangst zu erzeugen.<br />
- Kindern werden unrealistische Forderungen gestellt und ihnen ein Verlust oder Schaden im Falle des<br />
  Versagens angedroht.<br />
- Dem Kind oder Personen, die es liebt, ebenso wie Objekten, die ihm wichtig sind (Lieblingsspielzeug)<br />
  wird Gewalt angedroht oder vor dem Kind angewendet.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Ignorieren:</span><br />
<br />
- Das Verhalten dem Kind gegenüber ist gleichgültig und unnahbar.<br />
- Nur, wenn es unbedingt notwendig ist, wird sich dem Kind zugewandt, mit ihm gesprochen.<br />
- Das Kinder erfährt keine Zuwendung oder Zärtlichkeit.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Das Isolieren:</span><br />
<br />
- Das Kind an der Kommunikation mit anderen Menschen dauernd gehindert, z. B durch Einsperren.<br />
- Die soziale Interaktion in größeren Gemeinschaften wird stark eingeschränkt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Rechtsanwalt und Autor Andrew Vacchs hat auf seiner Website folgendes stehen:</span><br />
<br />
<span style="color: #000080;" class="mycode_color">"Emotionale Misshandlung ist die systematische Verkleinerung des anderen. Sie kann absichtlich oder unterbewusst (oder beides) sein, aber sie ist immer eine Verhaltensweise, nicht ein einzelner Vorfall. Sie ist darauf angelegt, das Selbstbild eines Kindes auf den Punkt zu reduzieren, wo das Opfer sich des natürlichen Geburtsrechts aller Kinder für unwert erachtet: Liebe und Schutz."<br />
<br />
"Emotionale Misshandlung kann verbal oder im Verhalten, aktiv oder passiv, regelmäßig oder gelegentlich stattfinden. Ungeachtet dessen ist sie oft ebenso schmerzhaft wie ein körperlicher Angriff. Und, mit seltenen Ausnahmen, dauert der Schmerz viel länger an. Die Liebe eines Elternteils ist für ein Kind so wichtig, dass sie ihm vorzuenthalten einen Zustand des "Scheiterns in der Entwicklung" verursachen kann, ähnlich dem von Kindern, denen man eine angemessene Ernährung verweigert hat."</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Folgen für Betroffene</span><br />
<br />
Die Folgen für die Betroffenen sind individuell. Sie sind abhängig vom Alter, genetischer Disposition, Lebensumfeld usw. Es muss auch nicht zwangsläufig zu Beeinträchtigungen kommen.<br />
<br />
Massive und dauerhafte emotionale Misshandlung in der Kindheit führt oft zu schweren psychischen Beeinträchtigungen wie Persönlichkeitsstörungen. Hierbei ist die Borderline Persönlichkeitsstörungndie häufigste. Aber auch andere Persönlichkeitsstörungen, Depressionen, Angst- und Panikstörungen sowie Esstörungen können entstehen.<br />
<br />
Treten die Misshandlungen erst im Erwachsenenalter auf, ist die Entstehung einer Persönlichkeitsstörung nicht mehr möglich, jedoch kann es zu Depressionen, Angst- und Panikstörungen und zur posttraumatischen Belastungsstörung kommen.<br />
Die PTBS kann zu einer dauerhaften Persönlichkeitsänderung führen (komplexe posttraumatische<br />
Belastungsstörung).<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Hilfe annehmen</span><br />
<br />
Ob als Kind oder Erwachsener traumatisiert, wenn die Betroffenen Schäden erlitten haben und Hilfe brauchen, fällt es ihnen oft schwer diese zu suchen und anzunehmen. Sie vergleichen ihr Leid mit dem der Opfer von Gewalttaten und sind der Meinung es sei ja nichts passiert, ihnen stehe keine Hilfe zu. Sie haben Angst nicht ernst genommen und abgewiesen zu werden, oft auch mit entsprechenden Erfahrungen.<br />
Oft sind sie sich garnicht bewusst, emotional misshandelt worden zu sein, weil diese Art von Misshandlung in der Öffentlichkeit vielfach akzeptiert wird. Sie kämpfen dann ihr Leben lang mit mangelndem Selbstwertgefühl und schweren Schuldgefühlen, was ihre Berufs- und Beziehungsfähigkeit stark einschränkt. Solche Menschen sieht man kaum auf einer Universität, egal, wie intelligent sie sind. Ihre möglichen Partner sind meist selbst mit Defiziten behaftet.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Emotionale Misshandlung bei Kindern erkennen</span><br />
<br />
Emotionale Misshandlungen lassen sich nicht so leicht erkennen wie körperliche. Sie sind oft überhaupt nur dann zu erkennen, wenn man sich intensiver mit dem Kind auseinandersetzt.<br />
<br />
Fast immer ist der Selbstwert der Betroffenen stark beeinflusst, kleine Kinder assoziieren sich mit negativen Figuren und Bösewichten.<br />
Langes Einnässen (Enuresis), Einkoten (Enkopresis), Selbstabwertung und überdurchschnittliche Schüchternheit, verringerter Spieltrieb, nicht altersgemäße Sozialkompetenz und Apathie können Anzeichen von (jeglicher) Misshandlung sein.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vernachlässigung]]></title>
			<link>https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=184</link>
			<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 22:44:58 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.traumaforum.ch/member.php?action=profile&uid=0">Kerzenlicht</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=184</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vernachlässigung beginnt, wenn ein "Mangel an Wärme in der Eltern-Kind-Beziehung, oder Erziehung, eine unzureichende Erfahrung vermittelt, unzureichende elterliche Aufsicht (Aufsichtspflicht) und Steuerung, unangemessene Anforderungen und Nötigung durch die Eltern, sowie feindliche Ablehnung oder "Sündenbockzuweisung" stattfindet.</span><br />
In der Definition wird zwischen körperlicher und emotionaler Vernachlässigung unterschieden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Formen der Vernachlässigung</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Körperliche Vernachlässigung:</span> <br />
Unzureichende Ernährung, Versorgung mit Flüssigkeit, sauberer Kleidung, Hygiene und medizinischer Versorgung.<br />
Körperliche Vernachlässigung kann zu massiven Gedeih- und Entwicklungsstörungen führen (bis zum psychosozialen Minderwuchs).<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Kognitive und erzieherische Vernachlässigung:</span><br />
Fehlende Beachtung eines besonderen und erheblichen Erziehungs- und Förderungsbedarfs sowie erzieherische Einflussnahme auf unregelmäßigen Schulbesuch, Suchtmittelgebrauch etc.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Emotionale Vernachlässigung/ Deprivation:</span><br />
Emotionale Vernachlässigung (Deprivation) bedeutet, ein nicht hinreichendes oder ständig wechselndes und dadurch nicht ausreichendes emotionales Beziehungsangebot<br />
Vernachlässigte Kinder wissen oft nicht, wie ihr Leben anders sein könnte und können also nicht auf ihre Not aufmerksam machen. Außerdem verfügen Eltern in Bezug auf diese Problematik oft selber über zu wenig Wissen und haben kein Vertrauen in Kontakte zu Helfern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Krtierien der Vernachlässigung</span><br />
<br />
Meist treten in der emotionale und körperliche Vernachlässigung gemeinsam auf.<br />
<br />
Körperliche Vernachlässigung heißt, dass für Gesundheit, Sicherheit, Entwicklung und Befinden des Kindes nicht oder nicht ausreichend gesorgt wird.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Kriterien körperlicher Vernachlässigung:</span><br />
<br />
- Missachtung der körperlichen Bedürfnisse<br />
- fehlende oder unzureichende Beaufsichtigung<br />
- kaum Anregung für das Kind<br />
- kaum Beschäftigung mit dem Kind<br />
- Desinteresse für die Gesundheit des Kindes<br />
<br />
Emotionale Vernachlässigung heißt, das Kind wird mit Gleichgültigkeit, leeren Versprechungen, Unnahbarkeit, Ablehnung und Liebesentzug konfrontiert.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Kriterien emotionaler Vernachlässigung:</span><br />
<br />
- übermäßig strenge Erziehung<br />
- harte Erziehungsmethoden<br />
- kaum erkennbare Freude im Umgang mit dem Kind<br />
- kaum Körperkontakt und Zärtlichkeit<br />
- häufige Kritik am Kind<br />
- Betonung der Belastung durch das Kind<br />
- häufige Übertragung der Betreuung an andere Personen ohne triftigen Grund<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Emotionale Gewalt</span><br />
<br />
- Aktive Zurückweisung durch Beschimpfen, Erniedrigen, öffentliches Blamieren und Lächerlichmachen der Bedürfnisse<br />
- Bedrohung durch Androhen von Gewalt, Töten, Verlassen, Stellen von kaum erfüllbaren Forderungen und Androhen von Bestrafung bei Versagen, Gewalt gegen wichtige Bezugspersonen oder Tiere, bzw. deren Androhung.<br />
- Isolieren durch Einsperren, Beschränken der Bewegungsfreiheit (Fesseln, Anbinden, Medikamente einflößen) Verhindern sozialer Kontakte.<br />
- Missbrauch für eigene Bedürfnisse, z.B. als Partnerersatz oder zur Unterstützung gegen den anderen Elternteil. Ein Elternteil verlangt vom Kind unbedingte Loyalität und brandmarkt seine Liebe zum anderen Elternteil als schlecht und gegen sich selbst gerichtet.<br />
- Verweigern von Verständnis für das Kind durch Duldung jeglicher Form von Gewalt, Verweigern von Schutz oder den Kind die Schuld an erlittener Gewalt zuschieben.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erkennen von elterlicher Gewalt und Vernachlässigung</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Hinweise aus der Umgebung:</span><br />
<br />
- stundenlanges Alleinlassen<br />
- starkes Abschirmen bei Hausbesuchen<br />
- Isolierung der ganzen Familie<br />
- mangelnde medizinische Versorgung (z.B. Wahrnehmung von Impfterminen)<br />
- häufiges Fehlen in Kindereinrichtung oder Schule<br />
- häufige Krankenhausaufenthalte<br />
- sichtbare Verletzungen oder Symptome, die durch Misshandlung entstanden sein können<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Hinweise aus dem Verhalten der Eltern:</span><br />
<br />
- Ablehnung notwendiger Behandlungen<br />
- unverständliche Reaktionen auf Verletzungen<br />
- widersprüchliche Berichte über die Entstehung von Verletzungen oder das Verhalten des Kindes<br />
- Ablehnen weitergehender Untersuchungen<br />
- Selbstdarstellung als perfekte Eltern, obwohl der Zustand es Kindes dem klar widerspricht<br />
- häufiger Wechsel des Arztes oder Krankenhauses<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Hinweise aus dem Verhalten des Kindes:</span><br />
<br />
- Das Kind ist frisch gebaden und angezogen, wenn Hausbesuche eintreffen oder nach einem Unfall der Arzt aufgesucht wird.<br />
- deutlich erkennbarer Pflegemangel oder Entwicklungsverzögerung<br />
- Verletzungen des Kindes, die die Eltern verschwiegen haben.<br />
- Widerspruch zwischen den Befunden oder dem Verhalten des Kindes und der Sicht der Eltern<br />
- Das Kind ist ungewöhnlich ängstlich, schreckhaft, nervös, übermäßig gehorsam, klammernd sehr provozierend, abweisend, apathisch usw.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vernachlässigung beginnt, wenn ein "Mangel an Wärme in der Eltern-Kind-Beziehung, oder Erziehung, eine unzureichende Erfahrung vermittelt, unzureichende elterliche Aufsicht (Aufsichtspflicht) und Steuerung, unangemessene Anforderungen und Nötigung durch die Eltern, sowie feindliche Ablehnung oder "Sündenbockzuweisung" stattfindet.</span><br />
In der Definition wird zwischen körperlicher und emotionaler Vernachlässigung unterschieden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Formen der Vernachlässigung</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Körperliche Vernachlässigung:</span> <br />
Unzureichende Ernährung, Versorgung mit Flüssigkeit, sauberer Kleidung, Hygiene und medizinischer Versorgung.<br />
Körperliche Vernachlässigung kann zu massiven Gedeih- und Entwicklungsstörungen führen (bis zum psychosozialen Minderwuchs).<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Kognitive und erzieherische Vernachlässigung:</span><br />
Fehlende Beachtung eines besonderen und erheblichen Erziehungs- und Förderungsbedarfs sowie erzieherische Einflussnahme auf unregelmäßigen Schulbesuch, Suchtmittelgebrauch etc.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Emotionale Vernachlässigung/ Deprivation:</span><br />
Emotionale Vernachlässigung (Deprivation) bedeutet, ein nicht hinreichendes oder ständig wechselndes und dadurch nicht ausreichendes emotionales Beziehungsangebot<br />
Vernachlässigte Kinder wissen oft nicht, wie ihr Leben anders sein könnte und können also nicht auf ihre Not aufmerksam machen. Außerdem verfügen Eltern in Bezug auf diese Problematik oft selber über zu wenig Wissen und haben kein Vertrauen in Kontakte zu Helfern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Krtierien der Vernachlässigung</span><br />
<br />
Meist treten in der emotionale und körperliche Vernachlässigung gemeinsam auf.<br />
<br />
Körperliche Vernachlässigung heißt, dass für Gesundheit, Sicherheit, Entwicklung und Befinden des Kindes nicht oder nicht ausreichend gesorgt wird.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Kriterien körperlicher Vernachlässigung:</span><br />
<br />
- Missachtung der körperlichen Bedürfnisse<br />
- fehlende oder unzureichende Beaufsichtigung<br />
- kaum Anregung für das Kind<br />
- kaum Beschäftigung mit dem Kind<br />
- Desinteresse für die Gesundheit des Kindes<br />
<br />
Emotionale Vernachlässigung heißt, das Kind wird mit Gleichgültigkeit, leeren Versprechungen, Unnahbarkeit, Ablehnung und Liebesentzug konfrontiert.<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Kriterien emotionaler Vernachlässigung:</span><br />
<br />
- übermäßig strenge Erziehung<br />
- harte Erziehungsmethoden<br />
- kaum erkennbare Freude im Umgang mit dem Kind<br />
- kaum Körperkontakt und Zärtlichkeit<br />
- häufige Kritik am Kind<br />
- Betonung der Belastung durch das Kind<br />
- häufige Übertragung der Betreuung an andere Personen ohne triftigen Grund<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Emotionale Gewalt</span><br />
<br />
- Aktive Zurückweisung durch Beschimpfen, Erniedrigen, öffentliches Blamieren und Lächerlichmachen der Bedürfnisse<br />
- Bedrohung durch Androhen von Gewalt, Töten, Verlassen, Stellen von kaum erfüllbaren Forderungen und Androhen von Bestrafung bei Versagen, Gewalt gegen wichtige Bezugspersonen oder Tiere, bzw. deren Androhung.<br />
- Isolieren durch Einsperren, Beschränken der Bewegungsfreiheit (Fesseln, Anbinden, Medikamente einflößen) Verhindern sozialer Kontakte.<br />
- Missbrauch für eigene Bedürfnisse, z.B. als Partnerersatz oder zur Unterstützung gegen den anderen Elternteil. Ein Elternteil verlangt vom Kind unbedingte Loyalität und brandmarkt seine Liebe zum anderen Elternteil als schlecht und gegen sich selbst gerichtet.<br />
- Verweigern von Verständnis für das Kind durch Duldung jeglicher Form von Gewalt, Verweigern von Schutz oder den Kind die Schuld an erlittener Gewalt zuschieben.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erkennen von elterlicher Gewalt und Vernachlässigung</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Hinweise aus der Umgebung:</span><br />
<br />
- stundenlanges Alleinlassen<br />
- starkes Abschirmen bei Hausbesuchen<br />
- Isolierung der ganzen Familie<br />
- mangelnde medizinische Versorgung (z.B. Wahrnehmung von Impfterminen)<br />
- häufiges Fehlen in Kindereinrichtung oder Schule<br />
- häufige Krankenhausaufenthalte<br />
- sichtbare Verletzungen oder Symptome, die durch Misshandlung entstanden sein können<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Hinweise aus dem Verhalten der Eltern:</span><br />
<br />
- Ablehnung notwendiger Behandlungen<br />
- unverständliche Reaktionen auf Verletzungen<br />
- widersprüchliche Berichte über die Entstehung von Verletzungen oder das Verhalten des Kindes<br />
- Ablehnen weitergehender Untersuchungen<br />
- Selbstdarstellung als perfekte Eltern, obwohl der Zustand es Kindes dem klar widerspricht<br />
- häufiger Wechsel des Arztes oder Krankenhauses<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Hinweise aus dem Verhalten des Kindes:</span><br />
<br />
- Das Kind ist frisch gebaden und angezogen, wenn Hausbesuche eintreffen oder nach einem Unfall der Arzt aufgesucht wird.<br />
- deutlich erkennbarer Pflegemangel oder Entwicklungsverzögerung<br />
- Verletzungen des Kindes, die die Eltern verschwiegen haben.<br />
- Widerspruch zwischen den Befunden oder dem Verhalten des Kindes und der Sicht der Eltern<br />
- Das Kind ist ungewöhnlich ängstlich, schreckhaft, nervös, übermäßig gehorsam, klammernd sehr provozierend, abweisend, apathisch usw.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sexueller Missbrauch]]></title>
			<link>https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=183</link>
			<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 22:33:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.traumaforum.ch/member.php?action=profile&uid=0">Kerzenlicht</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.traumaforum.ch/showthread.php?tid=183</guid>
			<description><![CDATA[Definition<br />
<br />
Sexueller Missbrauch ist jede sexuelle Handlung eines Erwachsenen (Jugendlichen), die an oder vor einem Kind passiert.<br />
<br />
Sexueller Missbrauch ist nicht gewalttätiger Sex, sondern sexualisierte Gewalt. Die Täter erreichen ihre Befriedigung nicht durch die sexuelle Handlung, die sie auch mit anderen Erwachsenen auf freiwilliger Basis erreichen können, sondern aus der völligen Wehrlosigkeit, der Unterwerfung und Erniedrigung ihrer Opfer und aus der Macht, die sie über diese ausüben können.<br />
<br />
Fakten über sexuellen Missbrauch<br />
<br />
Zitat aus: SEXUELLER KINDESMISSBRAUCH UND SEINE FOLGEN<br />
Referat von K.TH im November 2003<br />
<br />
"Jährlich werden 200.000 bis 300.000 Kinder sexuell missbraucht (Dunkelziffer), wobei es keine Altersgrenze nach unten gibt. Das heißt: durchschnittlich wird in Deutschland alle zwei Minuten ein Kind sexuell misshandelt. Eine weitere Bedeutung dieser Tatsache ist es, dass sich im Schnitt in jeder Kindergartengruppe oder Schulklasse ein Opfer sexuellen Missbrauchs befindet.<br />
<br />
90% der Missbrauchsfälle finden vor dem 12. Lebensjahr statt, sie beginnen vermutlich meistens, wenn das Kind etwa 6-8 Jahre alt ist und dauern<br />
durchschnittlich 3-5 Jahre. Eine Aussage über früher erfolgte Missbrauchserfahrungen lässt sich schlecht treffen, da das strukturierte<br />
Erinnerungsvermögen bei Kindern erst ab dem 6. Lebensjahr einsetzt. Leider ist es auch so, dass die Opfer im Schnitt erst bei der siebten Person, an die sie sich wenden, Hilfe bekommen.<br />
Die Opfer haben lebenslänglich an den Folgen des Missbrauchs zu leiden. Viele Täter kommen ungeschoren davon, da viele Fälle niemals bekannt werden, was auch daran liegt, dass sexueller Missbrauch, besonders der sexuelle Missbrauch an Jungen in der Gesellschaft ein Tabuthema ist."<br />
<br />
<span style="color: #000080;" class="mycode_color">Das Strafgesetzbuch sieht sexuellen Missbrauch an Kindern folgendermaßen:<br />
§ 176 - Sexueller Missbrauch von Kindern<br />
<br />
1. Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.<br />
<br />
2. Ebenso wird bestraft, wer ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen an einem Dritten vornimmt oder von einem Dritten an sich vornehmen lässt.<br />
<br />
3. Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer<br />
<br />
a. sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt,<br />
b. ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen an sich vornimmt, oder<br />
c. auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornographischen Inhalts oder durch entsprechende Reden einwirkt.<br />
<br />
4. Der Versuch ist strafbar; dies gilt nicht für Taten nach Absatz 3 Nr. c.<br />
<br />
Verjährung: zehn Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mehr als fünf Jahren bis zu zehn Jahren bedroht sind</span><br />
<br />
Was passiert?<br />
<br />
Die Täter setzen ihre Wünsche nach Befriedigung, Macht und Unterwerfung und körperliche Nähe mit Druck und/oder Gewalt gegen ihre wehrlosen Opfer durch. Meist sind Mädchen betroffen, aber auch Jungen fallen solchen Verbrechen zum Opfer.<br />
Sie müssen lüsterne Blicke und anzügliche Redensarten ertragen, deren Sinn sie zunächst gar nicht verstehen.<br />
Sie werden gezwungen, sich nackt zu zeigen, sich anfassen zu lassen, den Täter nackt zu sehen und ihn anzufassen, dem Täter bei Masturbation zuzusehen, Pornografie anzusehen oder bei pornografischen Aufnahmen mitzumachen, Erwachsenen beim Geschlechtsverkehr zuzusehen, den Täter mit der Hand oder dem Mund zu befriedigen. Sie werden vaginal, anal oder oral mit Penis, Fingern oder Gegenständen vergewaltigt und müssen teilweise unvorstellbare sexuelle Praktiken ertragen. Dabei nimmt die Brutalität der Verbrechen immer mehr zu. Betroffen sind häufig schon sehr kleine Kinder, sogar Säuglinge.<br />
<br />
Bei der Unterwerfung ihrer Opfer bedienen sich die Täter unterschiedlicher Methoden. Fast immer wird zuerst Vertrauen aufgebaut. Auch bei den außerhalb der Familie stattfindenden Verbrechen ist das meist der Fall. Innerhalb der Familie ist das Vertrauensverhältnis schon vorhanden und wird wirkungsvoll durch Abhängigkeit ergänzt, was gnadenlos ausgenutzt wird. Bei jüngeren Kindern werden oft auf den Schoß nehmen, Hygienemaßnahmen, Körperpflege oder Doktorspiele für den Beginn der Verbrechen genutzt. So wird z.B. aus Spaß und Kitzeln Befingern und Grapschen an Stellen, wo es dem Kind unangenehm ist. Die ungewollten Berührungen werden immer intensiver und schmerzhaft. Das Kind ist verwirrt, weil es den Sinn der Handlungen nicht versteht und leidet schweigend. Um das Schweigen dauerhaft sicherzustellen wenden die Täter gezielt emotionale Erpressung und Gewaltdrohungen an.<br />
“Wenn Du der Mutti etwas erzählst, hat sie dich nicht mehr lieb und dann darfst Du dein Kaninchen nicht behalten.”<br />
“Wir haben jetzt ein Geheimnis, das Du niemandem erzählen darfst, sonst denken alle, Du bist böse und wollen nicht mehr mit dir spielen.”<br />
“Wenn Du jemandem davon erzählst, töte ich deinen Hund.”<br />
“Mutti darf unser Geheimnis nicht erfahren, sonst wird sie krank und stirbt.”<br />
Zusätzlich zu diesen und ähnlichen, äußerst wirksamen Drohungen verwirren die Täter ihre Opfer noch, indem sie behaupten, das Opfer würde es wollen und es würde ihm auch Spaß machen. Weil Kinder gelernt haben, dass Erwachsene immer recht haben, glauben sie ihren eigenen Gefühlen nicht mehr.<br />
<br />
Bei älteren Kindern fehlen oft die spielerischen Anfänge. Die Täter nutzen dann Situationen, die sich anbieten, um an ihrem Opfer herumzugrapschen oder sie gleich zu vergewaltigen. Häufig machen sie dabei Komplimente, die dem Opfer zunächst gefallen, es sogar stolz machen, wegen der Aufmerksamkeit, die es von einem Erwachsenen bekommt, obwohl sie die Berührungen nicht mögen.<br />
Neben den bekannte Strategien der Erpressung und Gewaltandrohung, um das Opfer zum Schweigen zu bringen, geben sie oft diesem die Schuld für ihr Verbrechen.<br />
“Du Schlampe hast mich verführt.” “Du bist ein raffiniertes Luder, dagegen kann ein Mann, wie ich, sich nicht wehren.” “Du verdammte Nutte, wenn deine Mutter das erfährt, schmeißt sie dich raus.”<br />
Häufig glauben Opfer auch deswegen selbst Schuld zu sein, weil sie sonst keinen verständlichen Grund für die Schmerzen finden, die ihnen zugefügt werden. Sie glauben, für Fehlverhalten bestraft zu werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Täter</span><br />
<br />
Dass sexueller Missbrauch nur selten von völlig Fremden begangen wird, ist inzwischen hinreichend bekannt. Oft findet er in engstem Familienkreis statt, dort wo die Opfer eigentlich Schutz und Geborgenheit erwarten. Die Täter sind dann häufig die Väter oder Stiefväter, Brüder, Großväter, Freunde der Familie oder Verwandte, freundlich Nachbarn, auch Väter von Freunden oder Freundinnen des Kindes.<br />
Weiter Orte, wo es zu sexuellem Missbrauch kommt sind Kindergärten, Schulen, Ferienlager, Kirchengruppen, Sportvereine ua. Dort nutzen die Betreuungs- und Autoritätspersonen die untergeordnete Position ihrer Opfer aus. Häufig suchen sich die Täter extra solche Berufe aus, um an Kinder heranzukommen. Es gelingt ihnen oft, über Jahre, sogar Jahrzehnte unentdeckt zu bleiben, teilweise deswegen, weil den Opfern nicht geglaubt wird.<br />
Die weitaus größte Teil der Täter sind Männer, aber auch Frauen begehen sexuellen Missbrauch.<br />
Dieses Verbrechen ist an keine soziale Klasse gebunden. Erfahrungsgemäß ist eine Entdeckung umso unwahrscheinlicher, je intakter und gehobener das soziale Umfeld scheint.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ursachen sexuellen Missbrauchs</span><br />
<br />
Untersuchungen haben ergeben, dass die Häufigkeit von sexuellem Missbrauch in Zusammenhang mit der Stärke der patriarchalischen Tradition in Gesellschaft und Familie steht. Dort, wo Frauen gesetzlich und traditionell niederer bewertet werden, als Männer, wo sie materiell schlechter gestellt sind und wo strikte Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern herrscht und Frauen von Machtausübung ausgeschlossen werden, ist sexueller Missbrauch besonders weit verbreitet und erfährt auch öffentlich mehr Akzeptanz. Auf die Familie umgemünzt heißt das, dass in Familien, wo das alte Rollenverständnis von Mann und Frau noch stark ausgeprägt ist, die Gefahr, dass Kinder oder die Frau Opfer sexueller Gewalt und Väter zu Tätern werden und ihre Söhne zu Tätern erziehen, besonders groß ist. Patriarchalische Strukturen führen nicht nur zu sexueller Gewalt, sie werden auch durch diese aufrechterhalten.<br />
<br />
Die die traditionellen Erklärungen (Rechtfertigungsversuche) der Täter werden heute immer noch allgemein akzeptiert und dienten noch bis vor Kurzem sogar in der Wissenschaft als Erklärung für die Taten. Selbst vor Gericht finden sie noch als Milderungsgründe Gehör.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Es gibt folgende Erklärungsversuche:</span><br />
<br />
- Der männliche Sexualtrieb ist naturbedingt aggressiver, als der weibliche und deswegen mehr auf Angriff ausgerichtet. Frauen dagegen wollen “erobert”<br />
werden. Es handelt sich also nur um ein Missverständnis, wenn der Mann der Frau Gewalt antut, denn er musste ja davon ausgehen, dass sie<br />
nur “genommen” werden will, wenn sie Sex mit ihm ablehnt. Männer können demnach kaum erkennen, ob eine Frau “willig” ist oder nicht.<br />
- Männer haben einen erheblich stärkeren Sexualtrieb, als Frauen und können ihn nicht mehr kontrollieren, wenn er einmal angestachelt ist.<br />
- Männer sind schneller sexuell frustriert, als Frauen, weil sie einen stärkeren Sexualtrieb haben und sind deswegen gezwungen, sich mit Gewalt Befriedigung<br />
zu verschaffen, wenn sie diese anders nicht bekommen.<br />
- Die Opfer sind selber schuld, weil sie den Täter durch aufreizende Kleidung oder verführerisches Verhalten provoziert haben.<br />
- Die Täter sind psychisch krank, haben Probleme oder sind sozial auffällig, weil sie eine schwere Kindheit hatten. Sie sind Alkoholiker oder asozial. Bei<br />
sexueller Gewalt in der Familie geht man von einer gestörten Familienstruktur aus, für die das Verbrechen nur ein Symptom ist, an dem alle<br />
Familienmitglieder beteiligt sind und von dem alle - auch das Opfer - einen Nutzen haben.<br />
<br />
Weil durch Untersuchungen inzwischen nachgewissen werden konnte, dass nicht Sexualität, sondern Machtausübung der Grund für sexuelle Gewalt ist, sind diese Thesen nicht mehr haltbar.<br />
Die Täter wollen sich überlegen fühlen, indem sie ihr Opfer erniedrigen, strafen, ihre Wut an ihm auslassen. Auf die Weise wollen sie sich ihre Männlichkeit beweisen. Männer mit ausgeprägtem Rollenverständnis begehen mehr sexuelle Übergriffe, als Männer, die fortschrittlicher eingestellt sind.<br />
Andere Untersuchungen belegen, dass die Täter weder kranker, noch triebhafter oder mit mehr Problemen belastet sind, als jeder Andere. Laut einer Studie mit wegen sexuellem Missbrauch verurteilten Verbrechern haben nur ca. 20% pädophilie Neigungen.<br />
Die Täter leben nach den gesellschaftlichen Normen, entsprechen dem Männlichkeitsideal und sind sozial gut angepasst.<br />
<br />
Auch ihre Opfer sind nicht auffällig oder verhalten sich so. Sie erfahren sexuelle Gewalt unabhängig von Alter oder irgendwelchen Äußerlichkeiten.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mögliche Anzeichen für sexuellen Missbrauch:</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Beim jüngeren Kind</span><br />
<br />
- versucht, Windeln wechseln aktiv zu vermeiden ( verzweifeltes Schreien, Zurückweichen)<br />
- ist hyperaktiv<br />
- fordert ständig Ihre Aufmerksamkeit, klammert sich an Sie und zeigt Panik, wenn sie weggehen<br />
- wirkt unglücklich durch vieles Weinen und starke Ängstlichkeit<br />
- zeigt unterwürfiges Verhalten<br />
- hat Konzentrationsprobleme und wirkt unaufmerksam<br />
- ist häufig geistig abwesend und scheint in einer Traumwelt zu leben<br />
- legt sexualisiertes Verhalten im Umgang mit anderen Kindern, Spielsachen und Tieren an den Tag und wirkt dabei ärgerlich, beherrschend oder aggressiv.<br />
- geistige Rückentwicklung zu jüngerem Verhalten, z.B. Daumenlutschen, Einnässen, Babysprache<br />
- steckt sich Gegenstände in Scheide oder After<br />
- hat Schlafstörungen, Alpträume, Angst vor Dunkelheit, Angst ins Bett zu gehen, Phobien usw.<br />
- zeigt verändertes Essverhalten<br />
- meidet plötzlich eine bestimmte Person, die es kennt und protestiert, wenn es mit dieser Person oder einer Person bestimmten Geschlechts alleingelassen<br />
wird<br />
- fürchtet sich vor einem bestimmten Ort und weigert sich dorthin zu gehen<br />
- zeigt Fremden gegenüber unangemessene Anhänglichkeit<br />
- zeigt übertriebenes Interesse am Körper des Menschen<br />
- stellt beim Spielen deutlich sexuelle Aktivitäten nach<br />
- wirkt möglicherweise sexuell provokant, wie ein Erwachsener<br />
- Zeichnungen drücken sexuelle Aktivitäten aus (auch indirekt)<br />
- hat allgemeine körperliche Beschwerden (Übelkeit, Kopfschmerzen, Halsschmerzen usw.)<br />
- ist leicht irritiert und neigt zu Temperamentausbrüchen<br />
- gibt Äußerungen von sich, die nur aus sexueller Sicht einen Sinn ergeben<br />
- fällt in der Schule leistungsmäßig ab<br />
- hat kaum Kontakt zu Gleichaltrigen und kann keine Freundschaften schließen<br />
- hat ein schlechtes Selbstbild und kaum Selbstwertgefühl<br />
- nimmt nicht an schulischen oder gesellschaftlichen Aktivitäten teil<br />
- hat Angst, sich für die Turnstunde oder den Arzt auszuziehen und weigert sich, zur Toilette zu gehen<br />
- trägt übermäßig viele Kleidungsstücke<br />
- hat kein Vertrauen in Menschen, besonders eines bestimmten Gesschlechts<br />
- Mädchen zeigen manchmal ein verführerisches Verhalten, Männern gegenüber<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Beim älteren Kind</span><br />
<br />
- gibt Freundshaften auf<br />
- hat Schulprobleme<br />
- Leistungen fallen plötzlich ab<br />
- schwänzt Unterricht<br />
- zieht sich zurück von Allem<br />
- hat immer wieder körperliche Beschwerden ohne erkennbare Ursache<br />
- hat kein Vertrauen zu Menschen, besonders bestimmten Geschlechts<br />
- kann sich nicht amüsieren<br />
- leidet an Depression<br />
- hat Selbstmordgedanken oder -verhalten<br />
- zeigt selbstzerstörerisches Verhalten, wie Drogen- und Alkoholmissbrauch<br />
- zeigt Änderung in der persönlichen Pflege und Hygiene<br />
- verliert das Interesse an sich selbst<br />
- hat ein schlechtes Selbstbild und kaum Selbstwertgefühl<br />
- hat Schlafstörungen<br />
- zeigt Aggressivität<br />
- deutet sexuelle Aktivitäten an, behauptet, dass es missbraucht wird oder wurde<br />
- interessiert sich plötzlich für Sex, Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft<br />
- wird sexuelle aktiv oder prostituiert sich<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
<span style="color: #400000;" class="mycode_color"><span style="font-size: 50pt;" class="mycode_size">Alle Kinder versuchen den Missbrauch zu verhindern</span></span></span><br />
- indem sie besonders artig sind<br />
- indem sie dem Täter aus dem Weg gehen<br />
- indem sie den Hund mit ins Bett nehmen<br />
- indem sie sich bemühen, nicht aufzufallen<br />
- indem sie dicke, mehrlagige Kleidung tragen<br />
- indem sie die Zimmertüre verbarrikadieren<br />
- indem sie bei Geschwistern im Bett schlafen<br />
Usw.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sexuelle Gewalt in der Geschichte</span><br />
<br />
Die Schriften alter Völker (Sumerer, Babylonier, Israeliten) und die Überlieferungen von Griechen und Römern belegen, dass es schon immer Erwachsene gab, die sich an Kindern sexuell befriedigten. Es gab eine große gesellschaftliche Akzeptanz der sexuellen Beziehungen von Männern zu Kindern. Diese Beziehungen wurden mit alten Mythen und religiösen Argumenten gerechtfertigt und waren sogar teilweise legal.<br />
Der Talmud z.B. erlaubte die Verlobung eines weiblichen Kindes von drei Jahren und einem Tag durch Geschlechtsverkehr mit dem Einverständnis des Vaters. Geschlechtsverkehr mit einem noch jüngeren Mädchen war kein Verbrechen und wurde nicht geahndet.<br />
Vor allem in der jüdischen, später auch in der christlichen Tradition galt ein Kind als Eigentum der Eltern und diese hatten uneingeschränkt Macht über das Kind. Hier ein Beispiel früherer Gesetzgebung:<br />
“Wenn jemand eine noch nicht verlobte Jungfrau (jünger als 12 Jahre) trifft, sie packt, ihr beiwohnt und dabei ertappt wird, so hat der Mann, der ihr beigewohnt hat dem Vater des Mädchens 50 Silberschekel zu zahlen, auch muss er sie zum Weibe nehmen, dafür, dass er sie schwächte…”<br />
In Griechenland und Rom aufzuwachsen bedeutete früher häufig von älteren Männern missbraucht zu werden. In Rom gab es Knabenbordelle und in Athen konnte man per Vertrag einen Knaben mieten.<br />
Wo homosexueller Verkehr mit freien Knaben verboten war, hielten sich die Männer Sklavenjungen. Kinder jeden Geschlechts wurden zur Prostitution verkauft.<br />
Im Mittelalter waren die Kirchenfürsten der Ansicht, dass ein Mädchen durch vaginale Penetration reif für die Ehe sei. Es musste nur mindestens sieben Jahre alt sein, was das Mindestalter für eine Verlobung war. Die Kinderehen wurden meist wegen einem damit verbundenen Macht- und Geldgewinn arrangiert.<br />
In der Zeit Ludwig XIII war es besonders beliebt anal mit kastrierten Knaben zu verkehren. Säuglinge und Kleinkinder wurden kastriert, um von Männern in Bordellen gebraucht zu werden.<br />
<br />
Dies alles und die mangelnde Präsenz von Kindern in geschichtlichen Aufzeichnungen und in der Kunst der Antike und des Mittelalters zeigen das mangelnde Interesse am Kind.<br />
Kinder wurden unzureichend gepflegt, misshandelt, ausgesetzt, versklavt, getötet und sexuell ausgebeutet.<br />
Forscher gehen davon aus, dass etwa die Hälfte aller Kinder in einem Zustand zwischen Leben und Tod dahinvegetierten und viele starben.<br />
Der sexuelle Missbrauch von Kindern war früher auf jeden Fall noch viel verbreiteter, als heute.<br />
<br />
(Diese Informationen habe ich der Website von Markus Salhab entnommen)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Definition<br />
<br />
Sexueller Missbrauch ist jede sexuelle Handlung eines Erwachsenen (Jugendlichen), die an oder vor einem Kind passiert.<br />
<br />
Sexueller Missbrauch ist nicht gewalttätiger Sex, sondern sexualisierte Gewalt. Die Täter erreichen ihre Befriedigung nicht durch die sexuelle Handlung, die sie auch mit anderen Erwachsenen auf freiwilliger Basis erreichen können, sondern aus der völligen Wehrlosigkeit, der Unterwerfung und Erniedrigung ihrer Opfer und aus der Macht, die sie über diese ausüben können.<br />
<br />
Fakten über sexuellen Missbrauch<br />
<br />
Zitat aus: SEXUELLER KINDESMISSBRAUCH UND SEINE FOLGEN<br />
Referat von K.TH im November 2003<br />
<br />
"Jährlich werden 200.000 bis 300.000 Kinder sexuell missbraucht (Dunkelziffer), wobei es keine Altersgrenze nach unten gibt. Das heißt: durchschnittlich wird in Deutschland alle zwei Minuten ein Kind sexuell misshandelt. Eine weitere Bedeutung dieser Tatsache ist es, dass sich im Schnitt in jeder Kindergartengruppe oder Schulklasse ein Opfer sexuellen Missbrauchs befindet.<br />
<br />
90% der Missbrauchsfälle finden vor dem 12. Lebensjahr statt, sie beginnen vermutlich meistens, wenn das Kind etwa 6-8 Jahre alt ist und dauern<br />
durchschnittlich 3-5 Jahre. Eine Aussage über früher erfolgte Missbrauchserfahrungen lässt sich schlecht treffen, da das strukturierte<br />
Erinnerungsvermögen bei Kindern erst ab dem 6. Lebensjahr einsetzt. Leider ist es auch so, dass die Opfer im Schnitt erst bei der siebten Person, an die sie sich wenden, Hilfe bekommen.<br />
Die Opfer haben lebenslänglich an den Folgen des Missbrauchs zu leiden. Viele Täter kommen ungeschoren davon, da viele Fälle niemals bekannt werden, was auch daran liegt, dass sexueller Missbrauch, besonders der sexuelle Missbrauch an Jungen in der Gesellschaft ein Tabuthema ist."<br />
<br />
<span style="color: #000080;" class="mycode_color">Das Strafgesetzbuch sieht sexuellen Missbrauch an Kindern folgendermaßen:<br />
§ 176 - Sexueller Missbrauch von Kindern<br />
<br />
1. Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.<br />
<br />
2. Ebenso wird bestraft, wer ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen an einem Dritten vornimmt oder von einem Dritten an sich vornehmen lässt.<br />
<br />
3. Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer<br />
<br />
a. sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt,<br />
b. ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen an sich vornimmt, oder<br />
c. auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornographischen Inhalts oder durch entsprechende Reden einwirkt.<br />
<br />
4. Der Versuch ist strafbar; dies gilt nicht für Taten nach Absatz 3 Nr. c.<br />
<br />
Verjährung: zehn Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mehr als fünf Jahren bis zu zehn Jahren bedroht sind</span><br />
<br />
Was passiert?<br />
<br />
Die Täter setzen ihre Wünsche nach Befriedigung, Macht und Unterwerfung und körperliche Nähe mit Druck und/oder Gewalt gegen ihre wehrlosen Opfer durch. Meist sind Mädchen betroffen, aber auch Jungen fallen solchen Verbrechen zum Opfer.<br />
Sie müssen lüsterne Blicke und anzügliche Redensarten ertragen, deren Sinn sie zunächst gar nicht verstehen.<br />
Sie werden gezwungen, sich nackt zu zeigen, sich anfassen zu lassen, den Täter nackt zu sehen und ihn anzufassen, dem Täter bei Masturbation zuzusehen, Pornografie anzusehen oder bei pornografischen Aufnahmen mitzumachen, Erwachsenen beim Geschlechtsverkehr zuzusehen, den Täter mit der Hand oder dem Mund zu befriedigen. Sie werden vaginal, anal oder oral mit Penis, Fingern oder Gegenständen vergewaltigt und müssen teilweise unvorstellbare sexuelle Praktiken ertragen. Dabei nimmt die Brutalität der Verbrechen immer mehr zu. Betroffen sind häufig schon sehr kleine Kinder, sogar Säuglinge.<br />
<br />
Bei der Unterwerfung ihrer Opfer bedienen sich die Täter unterschiedlicher Methoden. Fast immer wird zuerst Vertrauen aufgebaut. Auch bei den außerhalb der Familie stattfindenden Verbrechen ist das meist der Fall. Innerhalb der Familie ist das Vertrauensverhältnis schon vorhanden und wird wirkungsvoll durch Abhängigkeit ergänzt, was gnadenlos ausgenutzt wird. Bei jüngeren Kindern werden oft auf den Schoß nehmen, Hygienemaßnahmen, Körperpflege oder Doktorspiele für den Beginn der Verbrechen genutzt. So wird z.B. aus Spaß und Kitzeln Befingern und Grapschen an Stellen, wo es dem Kind unangenehm ist. Die ungewollten Berührungen werden immer intensiver und schmerzhaft. Das Kind ist verwirrt, weil es den Sinn der Handlungen nicht versteht und leidet schweigend. Um das Schweigen dauerhaft sicherzustellen wenden die Täter gezielt emotionale Erpressung und Gewaltdrohungen an.<br />
“Wenn Du der Mutti etwas erzählst, hat sie dich nicht mehr lieb und dann darfst Du dein Kaninchen nicht behalten.”<br />
“Wir haben jetzt ein Geheimnis, das Du niemandem erzählen darfst, sonst denken alle, Du bist böse und wollen nicht mehr mit dir spielen.”<br />
“Wenn Du jemandem davon erzählst, töte ich deinen Hund.”<br />
“Mutti darf unser Geheimnis nicht erfahren, sonst wird sie krank und stirbt.”<br />
Zusätzlich zu diesen und ähnlichen, äußerst wirksamen Drohungen verwirren die Täter ihre Opfer noch, indem sie behaupten, das Opfer würde es wollen und es würde ihm auch Spaß machen. Weil Kinder gelernt haben, dass Erwachsene immer recht haben, glauben sie ihren eigenen Gefühlen nicht mehr.<br />
<br />
Bei älteren Kindern fehlen oft die spielerischen Anfänge. Die Täter nutzen dann Situationen, die sich anbieten, um an ihrem Opfer herumzugrapschen oder sie gleich zu vergewaltigen. Häufig machen sie dabei Komplimente, die dem Opfer zunächst gefallen, es sogar stolz machen, wegen der Aufmerksamkeit, die es von einem Erwachsenen bekommt, obwohl sie die Berührungen nicht mögen.<br />
Neben den bekannte Strategien der Erpressung und Gewaltandrohung, um das Opfer zum Schweigen zu bringen, geben sie oft diesem die Schuld für ihr Verbrechen.<br />
“Du Schlampe hast mich verführt.” “Du bist ein raffiniertes Luder, dagegen kann ein Mann, wie ich, sich nicht wehren.” “Du verdammte Nutte, wenn deine Mutter das erfährt, schmeißt sie dich raus.”<br />
Häufig glauben Opfer auch deswegen selbst Schuld zu sein, weil sie sonst keinen verständlichen Grund für die Schmerzen finden, die ihnen zugefügt werden. Sie glauben, für Fehlverhalten bestraft zu werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Täter</span><br />
<br />
Dass sexueller Missbrauch nur selten von völlig Fremden begangen wird, ist inzwischen hinreichend bekannt. Oft findet er in engstem Familienkreis statt, dort wo die Opfer eigentlich Schutz und Geborgenheit erwarten. Die Täter sind dann häufig die Väter oder Stiefväter, Brüder, Großväter, Freunde der Familie oder Verwandte, freundlich Nachbarn, auch Väter von Freunden oder Freundinnen des Kindes.<br />
Weiter Orte, wo es zu sexuellem Missbrauch kommt sind Kindergärten, Schulen, Ferienlager, Kirchengruppen, Sportvereine ua. Dort nutzen die Betreuungs- und Autoritätspersonen die untergeordnete Position ihrer Opfer aus. Häufig suchen sich die Täter extra solche Berufe aus, um an Kinder heranzukommen. Es gelingt ihnen oft, über Jahre, sogar Jahrzehnte unentdeckt zu bleiben, teilweise deswegen, weil den Opfern nicht geglaubt wird.<br />
Die weitaus größte Teil der Täter sind Männer, aber auch Frauen begehen sexuellen Missbrauch.<br />
Dieses Verbrechen ist an keine soziale Klasse gebunden. Erfahrungsgemäß ist eine Entdeckung umso unwahrscheinlicher, je intakter und gehobener das soziale Umfeld scheint.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ursachen sexuellen Missbrauchs</span><br />
<br />
Untersuchungen haben ergeben, dass die Häufigkeit von sexuellem Missbrauch in Zusammenhang mit der Stärke der patriarchalischen Tradition in Gesellschaft und Familie steht. Dort, wo Frauen gesetzlich und traditionell niederer bewertet werden, als Männer, wo sie materiell schlechter gestellt sind und wo strikte Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern herrscht und Frauen von Machtausübung ausgeschlossen werden, ist sexueller Missbrauch besonders weit verbreitet und erfährt auch öffentlich mehr Akzeptanz. Auf die Familie umgemünzt heißt das, dass in Familien, wo das alte Rollenverständnis von Mann und Frau noch stark ausgeprägt ist, die Gefahr, dass Kinder oder die Frau Opfer sexueller Gewalt und Väter zu Tätern werden und ihre Söhne zu Tätern erziehen, besonders groß ist. Patriarchalische Strukturen führen nicht nur zu sexueller Gewalt, sie werden auch durch diese aufrechterhalten.<br />
<br />
Die die traditionellen Erklärungen (Rechtfertigungsversuche) der Täter werden heute immer noch allgemein akzeptiert und dienten noch bis vor Kurzem sogar in der Wissenschaft als Erklärung für die Taten. Selbst vor Gericht finden sie noch als Milderungsgründe Gehör.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Es gibt folgende Erklärungsversuche:</span><br />
<br />
- Der männliche Sexualtrieb ist naturbedingt aggressiver, als der weibliche und deswegen mehr auf Angriff ausgerichtet. Frauen dagegen wollen “erobert”<br />
werden. Es handelt sich also nur um ein Missverständnis, wenn der Mann der Frau Gewalt antut, denn er musste ja davon ausgehen, dass sie<br />
nur “genommen” werden will, wenn sie Sex mit ihm ablehnt. Männer können demnach kaum erkennen, ob eine Frau “willig” ist oder nicht.<br />
- Männer haben einen erheblich stärkeren Sexualtrieb, als Frauen und können ihn nicht mehr kontrollieren, wenn er einmal angestachelt ist.<br />
- Männer sind schneller sexuell frustriert, als Frauen, weil sie einen stärkeren Sexualtrieb haben und sind deswegen gezwungen, sich mit Gewalt Befriedigung<br />
zu verschaffen, wenn sie diese anders nicht bekommen.<br />
- Die Opfer sind selber schuld, weil sie den Täter durch aufreizende Kleidung oder verführerisches Verhalten provoziert haben.<br />
- Die Täter sind psychisch krank, haben Probleme oder sind sozial auffällig, weil sie eine schwere Kindheit hatten. Sie sind Alkoholiker oder asozial. Bei<br />
sexueller Gewalt in der Familie geht man von einer gestörten Familienstruktur aus, für die das Verbrechen nur ein Symptom ist, an dem alle<br />
Familienmitglieder beteiligt sind und von dem alle - auch das Opfer - einen Nutzen haben.<br />
<br />
Weil durch Untersuchungen inzwischen nachgewissen werden konnte, dass nicht Sexualität, sondern Machtausübung der Grund für sexuelle Gewalt ist, sind diese Thesen nicht mehr haltbar.<br />
Die Täter wollen sich überlegen fühlen, indem sie ihr Opfer erniedrigen, strafen, ihre Wut an ihm auslassen. Auf die Weise wollen sie sich ihre Männlichkeit beweisen. Männer mit ausgeprägtem Rollenverständnis begehen mehr sexuelle Übergriffe, als Männer, die fortschrittlicher eingestellt sind.<br />
Andere Untersuchungen belegen, dass die Täter weder kranker, noch triebhafter oder mit mehr Problemen belastet sind, als jeder Andere. Laut einer Studie mit wegen sexuellem Missbrauch verurteilten Verbrechern haben nur ca. 20% pädophilie Neigungen.<br />
Die Täter leben nach den gesellschaftlichen Normen, entsprechen dem Männlichkeitsideal und sind sozial gut angepasst.<br />
<br />
Auch ihre Opfer sind nicht auffällig oder verhalten sich so. Sie erfahren sexuelle Gewalt unabhängig von Alter oder irgendwelchen Äußerlichkeiten.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mögliche Anzeichen für sexuellen Missbrauch:</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Beim jüngeren Kind</span><br />
<br />
- versucht, Windeln wechseln aktiv zu vermeiden ( verzweifeltes Schreien, Zurückweichen)<br />
- ist hyperaktiv<br />
- fordert ständig Ihre Aufmerksamkeit, klammert sich an Sie und zeigt Panik, wenn sie weggehen<br />
- wirkt unglücklich durch vieles Weinen und starke Ängstlichkeit<br />
- zeigt unterwürfiges Verhalten<br />
- hat Konzentrationsprobleme und wirkt unaufmerksam<br />
- ist häufig geistig abwesend und scheint in einer Traumwelt zu leben<br />
- legt sexualisiertes Verhalten im Umgang mit anderen Kindern, Spielsachen und Tieren an den Tag und wirkt dabei ärgerlich, beherrschend oder aggressiv.<br />
- geistige Rückentwicklung zu jüngerem Verhalten, z.B. Daumenlutschen, Einnässen, Babysprache<br />
- steckt sich Gegenstände in Scheide oder After<br />
- hat Schlafstörungen, Alpträume, Angst vor Dunkelheit, Angst ins Bett zu gehen, Phobien usw.<br />
- zeigt verändertes Essverhalten<br />
- meidet plötzlich eine bestimmte Person, die es kennt und protestiert, wenn es mit dieser Person oder einer Person bestimmten Geschlechts alleingelassen<br />
wird<br />
- fürchtet sich vor einem bestimmten Ort und weigert sich dorthin zu gehen<br />
- zeigt Fremden gegenüber unangemessene Anhänglichkeit<br />
- zeigt übertriebenes Interesse am Körper des Menschen<br />
- stellt beim Spielen deutlich sexuelle Aktivitäten nach<br />
- wirkt möglicherweise sexuell provokant, wie ein Erwachsener<br />
- Zeichnungen drücken sexuelle Aktivitäten aus (auch indirekt)<br />
- hat allgemeine körperliche Beschwerden (Übelkeit, Kopfschmerzen, Halsschmerzen usw.)<br />
- ist leicht irritiert und neigt zu Temperamentausbrüchen<br />
- gibt Äußerungen von sich, die nur aus sexueller Sicht einen Sinn ergeben<br />
- fällt in der Schule leistungsmäßig ab<br />
- hat kaum Kontakt zu Gleichaltrigen und kann keine Freundschaften schließen<br />
- hat ein schlechtes Selbstbild und kaum Selbstwertgefühl<br />
- nimmt nicht an schulischen oder gesellschaftlichen Aktivitäten teil<br />
- hat Angst, sich für die Turnstunde oder den Arzt auszuziehen und weigert sich, zur Toilette zu gehen<br />
- trägt übermäßig viele Kleidungsstücke<br />
- hat kein Vertrauen in Menschen, besonders eines bestimmten Gesschlechts<br />
- Mädchen zeigen manchmal ein verführerisches Verhalten, Männern gegenüber<br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Beim älteren Kind</span><br />
<br />
- gibt Freundshaften auf<br />
- hat Schulprobleme<br />
- Leistungen fallen plötzlich ab<br />
- schwänzt Unterricht<br />
- zieht sich zurück von Allem<br />
- hat immer wieder körperliche Beschwerden ohne erkennbare Ursache<br />
- hat kein Vertrauen zu Menschen, besonders bestimmten Geschlechts<br />
- kann sich nicht amüsieren<br />
- leidet an Depression<br />
- hat Selbstmordgedanken oder -verhalten<br />
- zeigt selbstzerstörerisches Verhalten, wie Drogen- und Alkoholmissbrauch<br />
- zeigt Änderung in der persönlichen Pflege und Hygiene<br />
- verliert das Interesse an sich selbst<br />
- hat ein schlechtes Selbstbild und kaum Selbstwertgefühl<br />
- hat Schlafstörungen<br />
- zeigt Aggressivität<br />
- deutet sexuelle Aktivitäten an, behauptet, dass es missbraucht wird oder wurde<br />
- interessiert sich plötzlich für Sex, Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft<br />
- wird sexuelle aktiv oder prostituiert sich<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
<span style="color: #400000;" class="mycode_color"><span style="font-size: 50pt;" class="mycode_size">Alle Kinder versuchen den Missbrauch zu verhindern</span></span></span><br />
- indem sie besonders artig sind<br />
- indem sie dem Täter aus dem Weg gehen<br />
- indem sie den Hund mit ins Bett nehmen<br />
- indem sie sich bemühen, nicht aufzufallen<br />
- indem sie dicke, mehrlagige Kleidung tragen<br />
- indem sie die Zimmertüre verbarrikadieren<br />
- indem sie bei Geschwistern im Bett schlafen<br />
Usw.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sexuelle Gewalt in der Geschichte</span><br />
<br />
Die Schriften alter Völker (Sumerer, Babylonier, Israeliten) und die Überlieferungen von Griechen und Römern belegen, dass es schon immer Erwachsene gab, die sich an Kindern sexuell befriedigten. Es gab eine große gesellschaftliche Akzeptanz der sexuellen Beziehungen von Männern zu Kindern. Diese Beziehungen wurden mit alten Mythen und religiösen Argumenten gerechtfertigt und waren sogar teilweise legal.<br />
Der Talmud z.B. erlaubte die Verlobung eines weiblichen Kindes von drei Jahren und einem Tag durch Geschlechtsverkehr mit dem Einverständnis des Vaters. Geschlechtsverkehr mit einem noch jüngeren Mädchen war kein Verbrechen und wurde nicht geahndet.<br />
Vor allem in der jüdischen, später auch in der christlichen Tradition galt ein Kind als Eigentum der Eltern und diese hatten uneingeschränkt Macht über das Kind. Hier ein Beispiel früherer Gesetzgebung:<br />
“Wenn jemand eine noch nicht verlobte Jungfrau (jünger als 12 Jahre) trifft, sie packt, ihr beiwohnt und dabei ertappt wird, so hat der Mann, der ihr beigewohnt hat dem Vater des Mädchens 50 Silberschekel zu zahlen, auch muss er sie zum Weibe nehmen, dafür, dass er sie schwächte…”<br />
In Griechenland und Rom aufzuwachsen bedeutete früher häufig von älteren Männern missbraucht zu werden. In Rom gab es Knabenbordelle und in Athen konnte man per Vertrag einen Knaben mieten.<br />
Wo homosexueller Verkehr mit freien Knaben verboten war, hielten sich die Männer Sklavenjungen. Kinder jeden Geschlechts wurden zur Prostitution verkauft.<br />
Im Mittelalter waren die Kirchenfürsten der Ansicht, dass ein Mädchen durch vaginale Penetration reif für die Ehe sei. Es musste nur mindestens sieben Jahre alt sein, was das Mindestalter für eine Verlobung war. Die Kinderehen wurden meist wegen einem damit verbundenen Macht- und Geldgewinn arrangiert.<br />
In der Zeit Ludwig XIII war es besonders beliebt anal mit kastrierten Knaben zu verkehren. Säuglinge und Kleinkinder wurden kastriert, um von Männern in Bordellen gebraucht zu werden.<br />
<br />
Dies alles und die mangelnde Präsenz von Kindern in geschichtlichen Aufzeichnungen und in der Kunst der Antike und des Mittelalters zeigen das mangelnde Interesse am Kind.<br />
Kinder wurden unzureichend gepflegt, misshandelt, ausgesetzt, versklavt, getötet und sexuell ausgebeutet.<br />
Forscher gehen davon aus, dass etwa die Hälfte aller Kinder in einem Zustand zwischen Leben und Tod dahinvegetierten und viele starben.<br />
Der sexuelle Missbrauch von Kindern war früher auf jeden Fall noch viel verbreiteter, als heute.<br />
<br />
(Diese Informationen habe ich der Website von Markus Salhab entnommen)]]></content:encoded>
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