"Lustigste Therapieerlebnisse"
#1
Ich weiß, eine Therapie ist nicht zum Lustigsein gedacht, aber ich habe in einem anderen (Psychotherapie) Forum gerade einen solchen Thread gefunden und wollte Euch ermutigen, hier auch mal sowas aufzuschreiben.

Erstes Beispiel (aus dem anderen Forum geklaut):

Ich: "und dann passiert das und das,...."

Thera starrt wütend an die Decke.

Ich: "Stimmt etwas nicht? Hab ich was falsches gesagt?"

Thera: "Nein, aber meine Kontaktlinsen kleben fest.......verdammt!"

*kichern* *lachen* *happy* Ich heule immernoch vor Lachen.
Zitieren
#2
Noch ein geklautes:

Mit fällt gerade ein, was einem Freund von mir mal passiert ist: Er ging zu seiner Thera, wollte gerade anläuten, als eine junge Frau aus der Tür gestürmt kam und meinen Freund anrempelte, sodass ihm seine Lernskripten aus der Hand fielen und er sie mühsam einsammeln musste.

Er ging dann rein und sagte:" das gibts ja nicht, rennt mich ihre Patientin nieder und die blöde Tussi entschuldigt sich nicht einmal!"

Seine Thera verzog daraufhin das Gesicht, dann musste sie unheimlich grinsen und sagte: "das war meine Tochter."
Zitieren
#3
"Wenn ich einen Telefonanruf bekomme und es redet am Telefon niemand, dann weiß ich genau, dass Sie es sind."

*kichern* *ohman* *happy*
Zitieren
#4
Meine Thera hat neue Sessel bekommen. So Kunstleder, schwarze. Ganz normale Sessel eben.

Ich setz mich so rein und die Lehne gibt ein bisschen nach. Habs aber noch ignoriert. Und dann iwann später war das nochmal so. Da bin ich dann hektisch aufgesprungen und hab geschrien: "Oh nein, ich glaub ich hab ihren neuen Sessel kaputt gemacht"

Sie ist daraufhin in Gelächter ausgebrochen und hat mich erstmal aufgeklärt, dass das so gewollt ist und man die Lehne kippen kann :? *totlachen* Hätte sie ja auch mal vorher erwähnen können.
Jedenfalls ist es besser ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts. (Friedrich Hebbel)
Zitieren
#5
*totlachen* Das ist geil.

Ich hab manchmal ganz manische oder hysterische Phasen, wenn ich aufgeregt bin.
Ich bin vor jeder Therapiestunde furchtbar aufgeregt.
Letzte Woche musste ich dann die ganze Zeit lachen. Es hat einfach nicht aufgehört. Immer wenn sie das Gespräch beginnen wollte oder fragte, warum ich denn jetzt lache, wurde das Lachen heftiger. Das ist mir jetzt schon mehrmals passiert. Ich kann auch noch im Nachhinein heftig darüber grinsen. Und irgendwann lacht sie dann auch endlich mit *kichern*
Zitieren
#6
Hatte vergessen, mein Handy lautlos zu stellen.
Mein SMS-Klingelton ist ein gepflegtes, außerordentlich lautes "Uääärrrgh!!!" von meiner besten Freundin.
Wir waren bei einem ganz ernsten Thema.
Ich redete: "Blablabla. Bla."- UÄÄÄÄRGH!
"Oh, schuldigung... blablabla..blabla."
5 min später dasselbe: "Und dann habe ich blablabla"- UÄÄÄÄRGH!

Es war zu herrlich. Sonst simst mir niemand und in den 50 min gleich 2 Leute... *lachen*
Zitieren
#7
:D

ohje, ich kenn das auch, muss manchmal vor lauter Anspannung loslachen, dann kann ich mich gar nicht mehr beruhigen.

Als Teenager hab ich eine Verhaltenstherapie gemacht und dort PMR gelernt. Ich konnte das einfach nicht üben, ohne zu lachen. Meine Therapeutin hat dann mitgeübt, also mitgemacht, da hab ich dann zwischendurch hingucken müssen, wie sie eine Faust macht oder ob sie jetzt auch die Augen zusammenkneift und dann konnt ich mich erst recht nicht mehr vor Lachen halten.

Oder einmal haben wir "soziale" und "Erfolgserlebnisse" aufgezählt, ich sollte zuordnen. z.B. "Duschen" - ich war mir nicht sicher, gehört ja zu den sozialen Erlebnissen (bloß was, wenn man allein duscht?), aber irgendwie auch Erfolg? Sie meinte dann: "Immerhin ist man danach sauber, das ist doch ein Erfolg!"

Wir mussten beide so lachen!

mir fällt bestimmt noch mehr ein, auch wenn die Therapie (gerade jetzt die Traumatherapie) ja nicht so zum lachen ist.
Zitieren
#8
Ich nehme ja Dinge gerne wörtlich, wegen meinem Autismus und mache so Diagnostikern unabsichtlich das Leben schwer...!

Hier mal eine Situation, wo ich unter starkem Stress stand, was das Problem noch verstärkt *tschuldigung* :
Arzt: "Hören Sie Dinge, die nicht da sind in diesem Raum?"
Ich: "Ja, die Durchlüftungsanlage und die Leute im Gang."
Arzt: "Gut äh? Fühlen Sie sich beobachtet?"
Ich: "Naja, ehrlich gesagt finde ich schon, dass Sie mich sehr genau beobachten."
Arzt: "Sie sagten ja, Sie haben Routinen, was für welche?"
Ich: "Ich vergesse immer mein Waschmittel mit in den Waschraum zu nehmen!"
*totlachen*

So Leute machen mich einfach nervös! *verschaemt2*

Gruß Milan
Zitieren
#9
In meiner ersten Therapiesitzung:
Therapeutin meint: ".. und sie hören die Stimmen, die ihnen sagen..."
erwähnt sie mehrfach. Ich denke: "Hä, ich hab ja einiges, aber Stimmen höre ich noch nicht.
Nächste Therapiesitzung, gleiches Spiel bis zur 4ten Sitzung. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und frage nach den Stimmen, die ich nicht höre. Meine Therapeutin lacht und meint, warum ich das noch nicht viel früher gesagt habe, sie meint mein "Bauchgefühl" *kichern*
Zitieren
#10
War da auch so ein Klassiker:
Arzt: "Treten sie manchmal absichtlich in Fettnäpchen?"
Ich: "In Fettnäpchen tritt man nicht absichtlich sonst wäre es ja kein Fettnäpchen!"
Arzt: *wut*

Ich denke nur bei mir: "Oho, ich glaube das war jetzt ein Fettnäpchen!"
*geschockt*

*lachen*

Gruß Milan
Zitieren
#11
*kichern* Naja, wo du Recht hast, haste Recht
Jedenfalls ist es besser ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts. (Friedrich Hebbel)
Zitieren
#12
Zu den Stimmen hören gibt es noch einen anderen Klassiker von mir:
Ich bin manchmal etwas unbedacht, wie ich mich äußere, denk nicht viel, auch nichts böses dabei, wenn ich etwas sage. So sass ich nun in der Klinik im Flur und musste darauf warten von der Psychiaterin aufgerufen zu werden. Mit der Reinigungskraft im Gespräch verstrickt, läuft meine Ärztin an uns durch. Nach einer geraumen Zeit werde ich aufgerufen. Im Gespräch fängt dann plötzlich die Ärztin sehr vorsichtig zu mir an, ob ich schon öfter Stimmen gehört hätte. Ich denke, was geschieht mir den jetzt, soweit bin ich doch noch nicht. Im weiteren Gesprächsverlauf stellt sich raus, dass sie, als sie im Flur an mir vorbei lief hörte wie ich sagte: "Ich glaub ich hör Stimmen".
In der Zwischenzeit bin ich sehr vorsichtig geworden was solch Äußerungen betreffen. *cool*
Zitieren
#13
unspektakulär schrieb:*kichern* Naja, wo du Recht hast, haste Recht

Find ich ja auch! *cool*

Ich verstehe die Meist sowieso nicht! *verschaemt2*

Ich: "Sachebene"
Therapeuten: "Beziehungsebene, emotional, spiegeln"

Okay, ein Autist beim Therapeuten:

Wenn ich sage: "mir ist mein Eis runtergefallen" sagt ein normaler Mensch: "kauf dir ein Neues" und versteht, dass du sagen wolltest, dass dir dein Eis runtergefallen ist. Ein Psychiater fragt aber jedoch: "Und was bedeutet das für Sie?" und denkt du willst mit ihm über deine emotional kalte Kindheit oder so erzählen und das Eis stellte nur ein Sinnbild dar. Dabei wollte ich nur sagen: "mir ist mein Eis runtergefallen".
So in etwa.

Und das überfordert die meisten Therapeuten weil sie sich damit nicht auskennen und denken, als Therapeut müssten sie mit dir über die emotionale Ebene komunizieren, dabei stellt die für mich als Autist garnicht das primäre Problem dar, zumal ich sie nichtmal richtig verstehe (und den Therapeuten so noch weniger), sondern die Sachebene sozusagen.

Und sowas nennt man dann ein Kommunikationsproblem, ABER wenn man das dann dem Therapeuten sagt, sagt er dann: "Ja, das verstehe ich nur zu gut dass sie sich missverstanden fühlen. Wie geht es Ihnen dabei?"
*geschockt*

Gruß Milan
Zitieren
#14
*totlachen*

Och man, Milan, das ist echt nicht fair.

Ich mag Eure Geschichten.

Meine Therapeutin versucht sich immer absolut korrekt zu artikulieren und bewahrt auf diese Kommunikationsebene den bedeutenden Abstand.

Neulich habe ich ihr von einem Konzert erzählt, auf dem ich war.
Und sie meinte erst voll umgangssprachlich und locker: "War cool?" Und danach voll hastig: "Ich meine...war das Konzert gut für Sie?"
Da musste ich dann heftig loslachen, weil das so süß und hilflos wirkte *kichern*
Zitieren
#15
Wolkentaenzerin schrieb:Meine Therapeutin versucht sich immer absolut korrekt zu artikulieren und bewahrt auf diese Kommunikationsebene den bedeutenden Abstand.

Lass mich da mal hin, ich bringe die immer alle aus der Fassung! *totlachen*
*zwinkern2*

Ich habe meine Therapeutein kurz gesprochen zwischen und Terminen und diesmal aber meine Therapeutin analysiert, wann sie gespiegelt hat und wann sie welche Technik angewendet hat (versuchen Beziehung aufzubauen, emotionale Ebene in der Unterhaltung, sozio-emotionale Gegenseitigkeit etc. pp.). Da meinte ich dann, dass ich als Autist nur am versuchen bin zu verstehen und ob wir nicht lieber auf die Sachebene wechseln könnten? *happy*
Sie war in etwa so: *geschockt*
Und meinte nur Toternst: "Ja, äh ja, darüber reden wir dann das nächste Mal, da erklären sie es mir dann ganz genau!"
Und ich: "Ja!" *cool*
*totlachen*

Anders verstehen sie es ja nicht, dass man als Autist mit so einem Quatsch überfordert ist! *ohman*
*kichern*

Gruß Milan
Zitieren